Budget

Solothurn wirft das Steuer(n) herum

In der Stadt Solothurn könnten die Steuern gesenkt werden.

In der Stadt Solothurn könnten die Steuern gesenkt werden.

Das gab’s noch nie: Ein rotes Budget, und Stadtpräsident Kurt Fluri ist für eine Steuersenkung. Zwar will er nur eine «Light»-Version, mit einem Prozentpünktli «Rabatt» für die natürlichen Personen. Dafür sollen Firmen um 5 Prozentpunkte entlastet werden.

Aber immerhin. Er nimmt damit ein Abschmelzen des Eigenkapitals in Kauf und einen Selbstfinanzierungsgrad, der fast auf einstellig tendiert. Die noch teurere Variante, je drei Prozentpunkte weniger für die natürlichen und juristischen Personen, hat er in der Gemeinderatskommission zwar verworfen, will es sich aber nochmals überlegen. Ein Steuernachlass sei für ihn klar gewesen, nach dem 9-Mio.-Überschuss in der Stadt-Schatulle vergangenen Frühling. Aber noch tut er sich schwer, mit «es darf es bizzeli» meh sy». Noch schwerer dürften sich linke Kreise im Gemeinderat wie immer beim Thema Steuersenkung tun. Aber das sehen wir dann am 19. November, mit Kurt Fluris möglichem Stichentscheid als Zünglein an der Waage.

Der Hintergrund ist klar, weshalb die Stadt mit den Steuern runter will. Firmen sollen schon jetzt ein klares Statement erhalten: Solothurn ist euch gut gesonnen, bleibt bitte hier! Daher der Fünf-Punkte-Plan. Vorauseilend zu dem, was die kantonale Steuervorlage noch bringen mag. Dass da das gemeine Volk nicht ganz leer ausgehen darf, liegt auf der Hand. Aber ein Prozentpünktchen wäre doch etwas gar mickrig. Also, Herr Stadtpräsident: Was gibt’s da noch zu überlegen? Drei Punkte für alle sollten es schon sein.

wolfgang.wagmann@chmedia.ch

Verwandtes Thema:

Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

Meistgesehen

Artboard 1