Solothurner Museen

«Kunst zugänglich machen, schnell!»

Derzeit können Ausstellungen nicht auf diese Art genossen werden. (Archiv)

Derzeit können Ausstellungen nicht auf diese Art genossen werden. (Archiv)

Museen aller Art sind geschlossen. Bitter für Ausstellungsmacher und Künstler. Die Häuser haben viele Ideen, ihre Sammlungen digital zugänglich zu machen. Noch sind aber nicht alle soweit. 

«Willkommen im digitalen Kunstmuseum Basel» heisst es derzeit, wenn man die Homepage dieses Hauses anklickt. Dann hat man verschiedene Möglichkeiten, sich via Bildschirm im Museum aufzuhalten. Und im Kunstmuseum Bern ist es möglich, sich via Blog mit den Museumsinhalten vertraut zu machen. Und in den Kunsthäusern und -Museen in unserem Kanton? Noch ist nicht viel dergleichen zu finden. Im Kunstmuseum Solothurn besteht die Möglichkeit, auf die Sammlung online zurückgreifen und sich Hörbilder von Autoren zu bestimmten Kunstwerken anhören. Doch in den anderen Kunsthäusern ist digital noch nicht viel los, obwohl sich alle in den drei Städten viele Gedanken machen, wie ihre kürzlich eingerichteten Ausstellungen zugänglich gemacht werden können.

Doch jetzt müssen rasch technische Lösungen gefunden werden für die Ideen. Es muss nicht gleich alles technisch perfekt oder total umfassend sein; doch beginnen sollte man. Und es muss auch nicht jeder für sich alleine denken. Sich unter einander vernetzen und von einander lernen - wann ist das mehr angesagt, als heute. Doch oberste Priorität hat: Es muss schnell gehen und man muss dem Publikum mitteilen «wir sind da!» Denn sicher ist: Der Kanton ist mit seinem Lotteriefonds bereit, den Institutionen, die jetzt kreative Lösungen bringen, finanziell zu unterstützen. Es liegt auch eine grosse Chance für die Museen in dieser Krise: Sich einem neuen Publikum auf originelle Weise anzunähern.

fraenzi.zwahlen-saner@chmedia.ch

Meistgesehen

Artboard 1