Persönlich

Frohe Botschaften allenthalben

«So wie Chris von Rohr entscheiden darf, ob diese Botschaften jene sind, auf die er hofft, dürfen wir entscheiden, ob wir uns von seinen 640 Seiten in eigener Sache beglücken lassen wollen.»

«So wie Chris von Rohr entscheiden darf, ob diese Botschaften jene sind, auf die er hofft, dürfen wir entscheiden, ob wir uns von seinen 640 Seiten in eigener Sache beglücken lassen wollen.»

Nur gut, dass Chris von Rohr seine schlappe 640 Seiten starke Autobiografie gerade noch vor Anbeginn der heiligen Zeit auf den Markt geworfen hat. Im Interview mit dieser Zeitung prägte der 68-Jährige beispielsweise diesen Absatz: «Ja, ich glaube, dass die Sixties wieder kommen, aber in neuer Form, ich spüre es. Wir stehen am Vorabend einer weltweiten Revolution. Mit diesen politischen Schwachmaten, Abzockern, Mutter-Erde-Schändern und Wachstumsjüngern wird es langfristig so nicht weitergehen.»

Was das Urgestein von Rohr spürt, ist dies: «In Gesellschaft und Kultur braut sich etwas zusammen. Und zwar eben nicht in jener Cüpli-Kultur, die am staatlichen Rockzipfel hängt, sondern bei jenen Künstlern, die an der Arschrunzel des realen Lebens schnuppern, die ins Abseits gedrängt wurden.» Hungrig und wach würden diese jungen Rebellen den Soundtrack der Zukunft prägen. «Mit Gitarren, starken Rhythmen, Melodien und berührenden Botschaften. Ich hoffe, ich darf das noch erleben.»

Nun, am kommenden Sonntag ist 1. Advent. An Frohbotschaften und an frohen Botschaften im biblischen Sinn wird ab diesem Zeitpunkt kein Mangel sein. Das Schöne daran ist: So wie Chris von Rohr entscheiden darf, ob diese Botschaften jene sind, auf die er hofft, dürfen wir entscheiden, ob wir uns von seinen 640 Seiten in eigener Sache beglücken lassen wollen. Himmel, Herrgott, Sakrament.

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