Corona-Krise

Faktisch und psychologisch

Kantonsspital Olten arbeitet mit der Pallas Klinik zusammen.

Kantonsspital Olten arbeitet mit der Pallas Klinik zusammen.

Zur Sicherung der benötigten personellen Ressourcen bei der Bewältigung der Corona-Krise arbeiten die Solothurner Spitäler nun auch eng mit den Privatkliniken Obach in Solothurn und Pallas in Olten zusammen.

Der Bundesrat legt vor, die Solothurner Regierung zieht nach – so wie es im föderalistischen Staat vorgesehen ist. Auch in Krisenzeiten, soweit das möglich ist. Auf diesen kurzen Nenner lässt sich bringen, was die kantonale Exekutive mit Blick auf Sofortmassnahmen im Gesundheitswesen und bei der Wirtschaftshilfe beschlossen hat. Vorläufiges Fazit: Die Regierung ist schnell. Und sie setzt an den beiden entscheidenden Punkten an.

Gewiss, dass die beiden Kantone Basel-Landschaft und Solothurn nördlich des Juras die Zusammenarbeit bei der Versorgung von Corona-Patienten koordinieren, mutet wie eine Selbstverständlichkeit an. Nur: Was in Nicht-Krisenzeiten engerer Kooperation an Kantönligeist – nicht nur hierzulande – zuweilen im Wege steht, wird nun äusserst pragmatisch quasi von einem Tag auf den andern Realität. Gut gemacht, kann man da nur sagen. Das gilt übrigens auch für die kantonsinterne Koordination von medizinischen und pflegerischen Kapazitäten und Infrastrukturen.

Das Gleiche kann die Regierung in Bezug auf die Wirtschaftsmassnahmen für sich in Anspruch nehmen. Es ist das eine, Geld für notleidende Betriebe zur Verfügung zu stellen. Es ist das andere, dafür zu sorgen, dass die Hilfe rasch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Mit dem Überbrückungsfond, der unbürokratisch angezapft werden kann, scheint Gewähr gegeben, dass rasch Liquidität hergestellt wird. Das ist faktisch und psychologisch eminent wichtig.

balz.bruder@chmedia.ch

Verwandtes Thema:

Autor

Balz Bruder

Balz Bruder

Meistgesehen

Artboard 1