Persönlich

Die tägliche Dosis Verbrechen

Wegen des Podcast, der Kriminalfälle behandelt, wird der Putzwedel zur Zeit oft in die Hand genommen.

Wegen des Podcast, der Kriminalfälle behandelt, wird der Putzwedel zur Zeit oft in die Hand genommen.

Ich gebe es zu: Aufräumen und Putzen ist nicht mein Ding. Der sehr ordentliche Mann an meiner Seite verzeiht mir das wohl nur deshalb seit Jahren so anstandslos, weil ich umso lieber koche. So sind die Aufgaben verteilt.

Seit einigen Wochen ist es bei mir in der Wohnung aber aussergewöhnlich ordentlich. Schuld daran sind Verbrechen, die in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich in Deutschland verübt wurden. Oder genauer: Ein Podcast, in dem Kriminalfälle vorgestellt werden, mit denen sich die Moderatoren journalistisch befasst haben.

Ich habe mit mir den Deal geschlossen, dass ich immer, wenn ich eine Podcastfolge höre, den Haushalt erledigen muss. Und weil die beiden Hauptmoderatoren so klug über Täter, Opfer und die Hintergründe von unfassbaren Taten reden, kann ich einfach nicht aufhören zuzuhören.

Ich putze also während rund 45 Minuten ohne Unterbruch. Kein Wunder also, dass meine Wohnung in jedem Ikea-Katalog einen Platz finden würde. Nur zeichnet sich am Horizont langsam aber sicher ein Ende der Ordnung ab: Ich habe noch zehn Podcastfolgen übrig. In rund zwei Wochen dürfte also das Chaos zurückkehren, es sei denn, ich finde einen Ersatz.

rebekka.balzarini@chmedia.ch

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