33 Millionen Franken wollen private Initianten um die beiden bekannten Oltner Architekten und Planer Marc Thommen und Massimo Hauswirth über eine Stiftung in die Finger nehmen, um die bisherigen Sportstätten im Kleinholz mit einem Ballsport-Center zu ergänzen und national bei der Kinder- und Jugendsportförderung mitzumischen. Ohne dass die Stadt Olten einen Steuerfranken aufwenden müsste, kommen die hiesigen Vereine in den Genuss einer modernen Anlage für fünf Ballsportarten. Zusätzlich können die umliegenden Firmen für ihre Mitarbeiter und die Vereine bei Anlässen – zwar gegen eine Gebühr – die dazugehörige Einstellhalle nutzen. Wer sich all diese Vorteile vor Augen hält, kommt nicht um die in solchen Fällen oft geäusserte Bemerkung herum, dass es sich bei diesem Projekt um eine Win-win-Situation handelt.

Trotzdem darf eines nicht vergessen werden. Es ist dafür zu sorgen, dass die einheimischen Vereine das neue Sportzentrum tatsächlich nutzen und so den versprochenen «Mehrwert» auch einlösen können. Es hilft den Vereinen nichts, wenn die Anlage steht, aber sie nicht imstande sind, die Gebühren zu bezahlen. Oder die Trainings zu unmöglichen Zeiten angesetzt werden müssen. Hier ist vor allem die Stadt gefordert, die der Trägerstiftung das Grundstück zur Überbauung überlasst: Im Baurechtsvertrag soll nicht nur der Zins bestimmt, sondern auch die Benutzung der Anlage durch die lokalen und regionalen Vereine abgesichert sein.