Die BKW, staatlicher Berner Stromkonzern, werden präsidiert von Urs Gasche, ehemals BDP-Nationalrat und Berner Finanzdirektor. Der Name des BKW-Vizepräsidenten lautet Hartmut Geldmacher.

Geldmacher bildet zusammen mit Gasche und dem ehemaligen Berner SP-Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher den Vergütungsausschuss des Energiekonzerns. Man ahnt es: Der an sich schon hohe Lohn der BKW-Chefin Suzanne Thoma explodierte. Sie erhielt letztes Jahr 2,031 Millionen Franken. 730 000 Franken mehr als 2017.

Präsident Gasche erklärte: Die Lohnerhöhung sei auf die «Aktienperformance» und eine «einmalige Nachzahlung in die Pensionskasse» zurückzuführen. Berner Politiker toben, auch andere wundern sich: «Wie ernsthaft hat sich der VR BKW mit der erheblichen Lohnerhöhung für die Chefin auseinandergesetzt?», fragte CVP-Präsident Gerhard Pfister auf Twitter.

Martin Schweikert, Leiter Unternehmenskommunikation der BKW, twitterte zurück: «Die feste Grundvergütung wurde «nur» um 20 Prozent von 650 auf 780 KCHF erhöht. Rest ist Bonus (234 KCHF) und gesperrte Aktien (568 KCHF) und PK (449, davon rund 230 Einmaleffekt).»

«Grossartig», gab Pfister zurück. Da wurde Schweikert etwas unvorsichtig: «Die grossartigsten Überraschungen gibts immer noch in der Politik, nicht?»

Eine solch grossartige politische Überraschung könnten die BKW-Geldmacher bald am eigenen Leib erleben. Im Berner Kantonsparlament werden bisher gescheiterte Versuche reaktiviert, den BKW-Lohn bei etwa 300 000 Franken zu deckeln. Das wären 300 KCHF in der Schweikert-Währung.