USA
Dieses Video soll Trump während des Impeachment-Verfahrens zum Verhängnis werden

Am ersten Tag des Amtsenthebungsverfahren zeigten die Demokraten ein rund 13-minütiges Video, mit dem sie Donald Trump für den Sturm auf das Kapitol verantwortlich machen.

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(saw/watson.ch) Gestern hat das historische zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump begonnen. Zum Auftakt des Verfahrens wurde ein mehr als 13-minütiges Video des Kapitol-Sturms vom 6. Januar gezeigt.

Die verstörenden Szenen erinnerten an die gewaltsame Attacke von Trump-Anhängern, welche dem Impeachment-Verfahren zugrunde liegt. Und die Botschaft ist klar: die Demokraten wollen in den gut 13 Minuten aufzeigen, dass Trump persönlich für den Gewaltakt verantwortlich ist.

Dieses Video spielten die Demokraten am ersten Tag des zweitem Impeachmentverfahrens ab:

Youtube

Im Video wird das Geschehen chronologisch präsentiert und zeigt abwechselnd Szenen vom anstürmenden Mob, dem Senat, dem Repräsentantenhaus und von Trump. Im Fokus stehen dabei vor allem Trumps Aussagen rund um den Kapitol-Sturm: Hatte er im Vorfeld seine Anhänger dazu aufgerufen, zum Kapitol zu marschieren, blieb er während der Attacke lange ruhig. Zu lange – kritisieren die Demokraten.

Doch es waren vor allem Trumps Worte zwei Stunden im Anschluss an den Kapitol-Sturm, welche für Entrüstung gesorgt hatten:

«Wir brauchen Frieden. Also geht nach Hause. Wir lieben euch, ihr seid etwas ganz Besonderes. [...] Ich weiss, wie ihr euch fühlt.»

Das aufwühlende Video wird schliesslich mit Trumps Tweet abgeschlossen, den er vier Stunden nach der Erstürmung des Kapitols veröffentlicht hatte:

«Solche Ereignisse passieren, wenn grossen Patrioten, welche für lange Zeit schlecht und ungerecht behandelt wurden, ein heiliger Erdrutsch-Wahlsieg bösartig entzogen wird. Geht mit Liebe und Frieden nach Hause. Erinnert euch für immer an diesen Tag. »

Auch wenn die Ankläger mit diesem Video alles daran setzen, die Erinnerungen an den 6. Januar wieder zu erwecken, bleibt die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für die Verurteilung Trumps nach wie vor unwahrscheinlich.