Peru
Proteste in Peru halten an - Polizei setzt erneut Tränengas ein

Zum sechsten Tag in Folge hat es in Peru Demonstrationen gegen die Amtsenthebung des Ex-Präsidenten Martín Vizcarra gegeben. Tausende Menschen gingen am Samstag in der Hauptstadt Lima und anderen Städten des südamerikanischen Landes aus Protest gegen das aus ihrer Sicht undemokratische Vorgehen des Parlaments auf die Strasse. Erneut setzte die Polizei in Lima Berichten zufolge Tränengas und Gummigeschosse ein, was demnach zum wiederholten Male zu Verletzungen bei Demonstranten und Journalisten führte.

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Demonstranten flüchten vor Tränengas, das von der Polizei eingesetzt wurde, um Demonstranten zu zerstreuen, die sich auf der Plaza San Martin versammelten, um gegen die Amtsenthebung des Ex-Präsidenten Vizcarra zu demonstrieren. Zum sechsten Tag in Folge hat es in Peru Demonstrationen gegen die Amtsenthebung des Ex-Präsidenten Vizcarra gegeben. Foto: Rodrigo Abd/AP/dpa

Demonstranten flüchten vor Tränengas, das von der Polizei eingesetzt wurde, um Demonstranten zu zerstreuen, die sich auf der Plaza San Martin versammelten, um gegen die Amtsenthebung des Ex-Präsidenten Vizcarra zu demonstrieren. Zum sechsten Tag in Folge hat es in Peru Demonstrationen gegen die Amtsenthebung des Ex-Präsidenten Vizcarra gegeben. Foto: Rodrigo Abd/AP/dpa

Keystone/AP/Rodrigo Abd

Die örtliche Vertretung der Vereinten Nationen und Amnesty International hatten den Einsatzkräften zuvor übermässige Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstranten bei Protesten an den vorigen Tagen vorgeworfen. Die Zeitung "El Comercio" berichtete, Polizisten hätten unerlaubt auch mit Glaskugeln geschossen.

Vizcarra war wegen "dauerhafter moralischer Unfähigkeit" mit einer deutlichen Mehrheit der Abgeordneten am Montag vom Parlament des Amtes enthoben worden. Ihm wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit als Gouverneur der Region Moquegua von 2011 bis 2014 Bestechungsgeld von einer Baufirma in Höhe von 2,3 Millionen Sol (etwa 533 000 Euro) angenommen zu haben. Der parteilose 57-Jährige weist dies zurück. Vizcarras Vorgänger, Pedro Pablo Kuczynski, war 2018 wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten.

Der konservative Parlamentspräsident Manuel Merino trat das Amt des Staats- und Regierungschefs am Dienstag an und stellte ein neues Kabinett zusammen. Im April stehen in dem Andenstaat Präsidenten- und Parlamentswahlen an.