Ein Toter und mindestens 14 Verletzte bei S-Bahn-Zusammenstoss nahe München.

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Ein Toter und mindestens 14 Verletzte bei Zusammenstoss zweier S-Bahnen

Im Süden Deutschlands stossen zwei S-Bahnen zusammen. Ein Mensch stirbt und mehr als ein Dutzend Menschen werden verletzt. Viele Fahrgäste werden noch untersucht.

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Beim Frontalzusammenstoss zweier S-Bahnen im Süden Deutschlands sind am Montag ein Mensch getötet und mindestens 14 Menschen verletzt worden. 80 weitere Fahrgäste würden medizinisch untersucht, sagte der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Andreas Franken, am Abend.

Die Bahnen stiessen gegen 16.35 Uhr in der Nähe des Bahnhofes Ebenhausen-Schäftlarn (Bayern) zusammen. Die Ursache war zunächst noch völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Züge südlich von München in entgegengesetzter Fahrtrichtung unterwegs.

In dem Bereich des Zusammenstosses ist die Bahnstrecke eingleisig. Warum beide Züge gleichzeitig auf der Strecke gefahren seien, sei Gegenstand der Ermittlungen, erläuterte Franken. Das Polizeipräsidium arbeite dabei mit der Bundespolizei zusammen. Die Bahnsicherheit liegt üblicherweise im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei.

Die Fahrgäste wurden aus den Zügen geborgen. Ein Grossteil von ihnen wurde zur weiteren Betreuung ins Kloster Schäftlarn gebracht. Die Identität des tödlich verletzten Opfers stand zunächst nicht fest. Die Feuerwehr berichtete, dass es sich um einen Fahrgast handele. Über die Schwere der Verletzungen bei den anderen Opfern gab es ebenfalls keine genauen Informationen.

Laut Polizeisprecher Franken ist einer der Züge wohl entgleist, beide Bahnen stünden aber noch aufrecht. Für die Bergungsarbeiten und die Ermittlungen waren rund 130 Polizisten und zahlreiche Feuerwehrleute vor Ort.

Die Deutsche Bahn (DB) hatte als Betreiber der S-Bahn zunächst per Twitter mitgeteilt, dass in dem Bereich «Gegenstände auf der Strecke» seien. Später wurde mitgeteilt, dass wegen eines Rettungsdienst- und Polizeieinsatzes die Strecke gesperrt sei und ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden sei. (dpa)