Noch vor kurzem sah der Finanzhimmel über der Stadt Olten sehr düster aus. Es wurde mit roten Zahlen so schwarz gemalt, dass die Politik in einer Depression zu versinken drohte. Glücklicherweise konnte das abgewendet werden, indem die politischen Kräfte und die Stadtführung aus Einsicht in Notwendigkeiten Sparmassnahmen trafen. Deshalb beginnt sich nun der verhangene Finanzhimmel über der Stadt Olten etwas zu lichten, wie das Budget 2017 mit einem Gewinn von 2,875 Mio. Franken und einem Selbstfinanzierungsgrad von 97,2 Prozent zeigt.

Die erfreulichen Silberstreifen am Oltner Finanzhimmel werden allerdings bereits durch neue dunkle Wolken bedroht. Denn die Stadt steht vor grossen Investitionen (Bahnhofplatz, Personenunterführung Hammer, neues Schulhaus), die in den nächsten Jahren zusätzliche finanzielle Ressourcen erfordern und den Stadthaushalt arg strapazieren werden. Das Thema Steuererhöhung ist deshalb noch lange nicht vom Tisch. Man spricht allerdings jetzt hauptsächlich von temporären, projektbezogenen Anpassungen, damit die anstehenden Investitionen getätigt werden können.

Auf jeden Fall darf sich die Stadt Olten nicht weiter verschulden. Denn die Silberstreifen am Finanzhimmel können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Dreitannenstadt eine hohe Schuldenlast von gegen 100 Mio. Franken drückt – genau 4696 Franken pro Kopf. Deshalb muss der Spardruck aufrechterhalten werden – ganz nach dem Motto: Nicht Nachlassen gewinnt!