Prozess

Wärter nach Tod eines Häftlings in Waadtländer Gefängnis verurteilt

Blick aufs Gefängnis Bochuz (Archiv)

Blick aufs Gefängnis Bochuz (Archiv)

Im Prozess zum Tod eines Häftlings im Gefängnis Bochuz VD hat das Waadtländer Kreisgericht Nord einen Leiter der Gefängniswärter verurteilt. Er wurde wegen versuchter Aussetzung von Gefahr schuldig gesprochen und erhielt eine bedingte Geldstrafe.

Im Prozess zum Tod eines Häftlings im Gefängnis Bochuz in der Waadt wurde ein Wärter verurteilt. Er wurde wegen versuchter Aussetzung von Gefahr schuldig gesprochen und erhielt eine bedingte Geldstrafe.

Die übrigen acht Angeklagten wurden freigesprochen. Die Richterin kritisierte das Vorgehen der Wärter beim Zellenbrand stark.

Dennoch wurden drei weitere Wärter vom Gericht freigesprochen, weil sie den Anleitungen des Leiters der Wärter gefolgt waren.

Sie betonte dabei die hierarchischen Strukturen und das strenge Arbeitsklima im Gefängnis zu dieser Zeit.

Der verurteilte Wärter kassierte eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen von 50 Franken auf Bewährung, bei einer Probezeit von zwei Jahren.

Der Anwalt der Schwester des Verstorbenen zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. Er will das schriftliche Urteil abwarten, bevor er entscheidet, ob er Rekurs einreicht. Der Staatsanwalt zeigte sich ebenfalls zufrieden und sprach von einem "differenzierten" Urteil. (sda)

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