Fall Rupperswil
«Sie sollen nicht nur als Opfer in Erinnerung bleiben» – Buch zum Vierfachmord erscheint im April

Am 12. April wird Georg Metgers Buch «Für immer – Die unfassbare Tat von Rupperswil und ihre Folgen» in die Buchhandlungen ausgeliefert.

Dominic Kobelt
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Georg Metger, der Partner der getöteten Carla S., hat ein Buch über die Tat von Rupperswil geschrieben.

Georg Metger, der Partner der getöteten Carla S., hat ein Buch über die Tat von Rupperswil geschrieben.

Sandra Ardizzone

Das Buch «Für immer. Die unfassbare Tat von Rupperswil und ihre Folgen» entstand in enger Zusammenarbeit mit der Autorin Franziska K. Müller. Georg Metger, der Lebenspartner der ermordeten Carla Schauer, kontaktierte im Frühling 2016 den Wörterseh Verlag, wie dieser in einer Mitteilung schreibt. Dies mit dem Wunsch, die Erfahrungen, die er im Zusammenhang mit dem Vierfachmord machen musste, in einem Buch zu verarbeiten. «Er betonte von Anfang an, dass er keinerlei kommerziellen Absichten hege, sondern seine Tantiemen spenden wolle.»

Metger sei es ein grosses Bedürfnis, dass viele Menschen lesen, was Angehörigen widerfährt, wenn das Unfassbare passiert. Zu seiner Motivation schreibt er: «Gleichzeitig möchte ich dafür sorgen, dass Carla, Dion, Davin und Simona niemals vergessen gehen und sie in der Öffentlichkeit nicht nur als Opfer in Erinnerung bleiben, sondern als das, was sie waren: einzigartige, wunderbare Menschen.»

Thomas N. ist für den Vierfachmord von Rupperswil, begangen am 21. Dezember 2015, verantwortlich. Dieses Bild von ihm kursiert schon kurz nach seiner Festnahme im Mai 2016 in den Medien.
15 Bilder
Thomas N. - der Vierfachmörder von Rupperswil
Diese Bilder zeigen Thomas N. als Junioren-Betreuer an einem Fussballspiel im April 2016, vier Monate nach der Tat.
Thomas N. war Koordinator bei der Seetal Selection, bei denen Junioren des SC Seengen und des FC Sarmenstorf spielen.
Diese Bilder zeigen Thomas N. als Junioren-Betreuer an einem Fussballspiel im April 2016, vier Monate nach der Tat.
Schrecklich normale Bilder vom Fussballplatz: Hier hält der Vierfachmörder eine Linienrichterfahne in der Hand.
13. März 2013: Thomas N. am ersten Prozesstag – so sieht ihn AZ-Zeichner Marco Tancredi.
Immer wieder stützt Thomas N. am Prozess seinen Kopf auf der Hand auf.
Am ersten Prozesstag wird Thomas N. vom Gericht befragt. «Mein Sexualleben ist im Gefängnis nicht vorhanden», sagt er etwa.
Er habe um seine Pädophilie gewusst und entsprechende Pornografie konsumiert. Kinder zu begehren, ist falsch. Und ich habe mir erfolgreich eingeredet, diese Videos würden auch bestehen, wenn ich sie nicht anschauen würde.»
Er habe um seine Pädophilie gewusst und entsprechende Pornografie konsumiert. Kinder zu begehren, ist falsch. Und ich habe mir erfolgreich eingeredet, diese Videos würden auch bestehen, wenn ich sie nicht anschauen würde.»
Thomas N. wird vor den Medien abgeschirmt Nach dem ersten Prozesstag verlässt ein ziviles Polizeifahrzeug der Kantonspolizei Aargau die Tiefgarage der Mobilen Einsatzpolizei in Schafisheim, wo der Prozesstag stattfindet. Die Polizei fährt Thomas N. zurück ins Zentralgefängnis Lenzburg. Nach dem Prozess wird er zurück in die Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf ZH gebracht.
Im Schlusswort am Mittwoch, dem zweiten Prozesstag, sagt er zu den Hinterbliebenen: «Es tut mir leid. Entschuldigung.»
Thomas N. und seine Verteidigerin am letzten Prozesstag, an dem das Urteil verkündet wird.
Urteilsverkündigung – Thomas N. erhebt sich. Das Urteil: Lebenslängliche Freiheitsstrafe, schuldig in allen Anklagepunkten, ordentliche Verwahrung und stationäre therapeutische und vollzugsbegleitende Massnahme.

Thomas N. ist für den Vierfachmord von Rupperswil, begangen am 21. Dezember 2015, verantwortlich. Dieses Bild von ihm kursiert schon kurz nach seiner Festnahme im Mai 2016 in den Medien.

ZVG

Mit der Veröffentlichung des Buches habe man bewusst bis nach der Urteilsverkündung gewartet, um den Prozess nicht zu beeinflussen.

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