Auf einem Bauernhof in Boningen mussten am Wochenende Rinder in äusserst schlechtem Zustand gerettet werden. Was das Veterinäramt Solothurn am Mittwochvormittag gegenüber dieser Zeitung noch nicht bestätigen wollte, bewahrheitete sich später am Nachmittag und wurde vom Amt mit einer Mitteilung bestätigt.

Am Nachmittag, kurz vor 16 Uhr liess Kantonstierärztin Doris Bürgi per Medienmitteilung verlauten, dass am vergangenen Wochenende nur 10 Tiere der aus 25 Rindern bestehenden Herde gerettet werden konnten.

Tote Tiere am Sonntag geborgen

15 Rinder waren bei der Ankunft des Veterinäramtes am Samstag bereits verendet. Laut Tele M1 musste später eines der geretteten Tiere von seinem Leiden erlöst werden. Am Samstag wurden die noch lebenden Rinder geborgen, erst am Sonntag konnten die toten Tiere abtransportiert werden. Offenbar haben Anwohner das Veterinäramt benachrichtigt, nachdem auf dem Grundstück ein totes Rind entdeckt wurde.

Tele M1 hat den Hof in Boningen besucht und mit dem Veterinäramt gesprochen.

Tele M1 hat den Hof in Boningen besucht und mit dem Veterinäramt gesprochen.

Die Todesursache der Rinder ist noch nicht vollständig geklärt. Wie es in der Medienmitteilung vom Mittwochnnachmittag weiter heisst, stehe schlechtes und mangelhaftes Futter im Vordergrund. Gülle und Mist seien dennoch fachgerecht entsorgt worden, um ganz sicher zu gehen, dass keine Erreger in die Umwelt gelangen können.

Umgehend eingeleitete Untersuchungen zeigten, dass keine akute, übertragbare Seuche der Grund für die Situation sein konnte – und es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Mensch und Umwelt.

Persönliche Probleme als Ursache

Wie Anwohner gegenüber Tele M1 berichteten, habe der Bauer unter persönlichen Problemen zu leiden. Überrascht von den Vorfällen auf dem Hof zeigte sich niemand der Befragten aus dem Dorf. Die Frau des Landwirts wollte vom Zustand der Tiere nichts gewusst haben, wie sie gegenüber Tele M1 aussagte.

Die überlebenden Tiere wurden auf einen anderen Hof gebracht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Landwirt.