Kriminalität

3,8 Millionen Franken: Zuger Staatsanwaltschaft verfolgt 22 Corona-Betrüger

Im Kanton Zug laufen derzeit 20 Strafverfahren gegen mutmassliche Corona-Kreditbetrüger. (Symbolbild)

Im Kanton Zug laufen derzeit 20 Strafverfahren gegen mutmassliche Corona-Kreditbetrüger. (Symbolbild)

Die Zuger Strafverfolgungsbehörde hat insgesamt 20 Strafverfahren wegen mutmasslichen Covid-Kreditbetrugs eröffnet. Die Deliktssumme beträgt rund 3,8 Millionen Franken.

(sku) Derzeit ermitteln die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug und die Zuger Polizei gegen zahlreiche mutmassliche Covid-Kreditbetrüger. Wie der Kanton am Freitag mitteilte, wurden gesamthaft 20 Strafverfahren gegen 19 Männer und drei Frauen verschiedenster Nationalitäten eröffnet und zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei seien umfangreiche Dokumente und zahlreiche Datenträger sichergestellt worden.

Im Vordergrund der Strafverfahren stehen Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäscherei. Die Beschuldigten werden verdächtigt, bei verschiedenen Banken mit unwahren Angaben Notkredite erhalten zu haben. Anschliessend sei das Geld für Zwecke verwendet worden, die nicht der geltenden Covid-Verordnung entsprechen. Der mutmassliche Deliktsbetrag beläuft sich gemäss Mitteilung insgesamt auf rund 3,8 Millionen Franken. In einigen Fällen bestehe zudem der Verdacht, dass Kurzarbeitsentschädigungen für nicht mehr oder gar nie angestellte Mitarbeitende bezogen oder Sozialabgaben nicht mehr bezahlt wurden.

Der Kanton Zug vermerkt in seiner Mitteilung, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien und für alle Beteiligten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gelte.

Aktuelle Polizeibilder vom August 2020:

Meistgesehen

Artboard 1