Der zweite Probenblock der Gäuer Spielleute ist zu Ende. Die Stimmung war in allen Proben von Kollegialität und Vorfreude geprägt. Das buntdurchmischte Ensemble hat rasch zusammengefunden. Alle fühlen sich einander und dem Stück verbunden. Dabei kommen die Schauspielenden aus verschiedenen Berufsfeldern, haben unterschiedliche Hintergründe und mehr oder weniger Theater-Erfahrungen, auf die sie zurückgreifen können. Drei Schauspielende sollen hier zu Wort kommen.

Eine Theater-Debütantin

Martina Arn (35, aus Kestenholz) spielt zum ersten Mal auf einer öffentlichen Bühne. Da sie das Kostümieren liebt und gerne in Filme und Geschichten eintaucht, ergriff sie die Gelegenheit beim Stück mitzuspielen als sie sich ihr bot. Die studierte Landschaftsarchitektin zog vor 4 Jahren ins Gäu und freut sich, über das Theaterprojekt mit interessanten Menschen in Kontakt zu kommen. Als Mutter von zwei Kindern im Alter von 4 und 6 Jahren, fällt es ihr manchmal schwer, sich von zu Hause loszureissen, doch geniesst sie es, durch die Bühnenarbeit auf eine weitere Weise gefordert zu werden. Sie sieht den nächsten Arbeitsphasen mit Freude entgegen, aber auch mit Respekt, denn vom 23. August bis zum 14. September werden die Spielleute mit deutlich weniger Schlaf auskommen müssen. Doch die Mühe lohnt sich, so Martina Arn, «Emma und die Titanic» ist ein Freilichtspiel, bei dem aktuelle gesellschaftliche Themen mit subtilen und humorvollen Pointen verknüpft werden und so zu einer spannenden Geschichte verschmelzen.

Ein alter Hase

Thomas Wyss (71, aus Gunzgen) ist von der Theaterbühne nicht mehr wegzudenken. Seit rund 60 Jahren spielt der pensionierte Metallbauer als Laie in Vereinstheatern. 2003 wirkte er zum ersten Mal bei einem Stück der Gäuer Spielleute mit, «Passwang Louis». Er selbst sagt, durch die professionelle Regie und Organisation sei dies wie ein Schritt in ein höheres Theaterniveau gewesen. Christoph Schwager versteht es, den Schauspielern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, so dass die Aufführungen authentisch wirken. Man muss sich hineinfühlen in die Rollen und sie sich zu eigen machen, um nicht aufgesetzt zu wirken. Dies wird in diesem Projekt besonders anspruchsvoll, da alle eine Doppelrolle innehaben. Vor zwei Jahren, als «alter Einstein», war für Thomas Wyss die enorme Bühnenpräsenz die grösste Herausforderung. Er freut sich im aktuellen Stück auf das imposante Titanic-Bühnenbild und über die Mitwirkung von Michaela Gurten. Er sagt, ihr Gesang sei unbeschreiblich berührend.

Eine professionelle Sängerin und Schauspielerin

Michaela Gurten (39, aus Olten) ist diplomierte Musicaldarstellerin und Chorleiterin. In Musikerkreisen hat sie sich im Raum Olten schon länger einen Namen gemacht. Sie freut sich daraufnun die Gelegenheit zu haben, sich im Gäu als Schauspielerin zu präsentieren.

Sie empfindet die Heterogenität innerhalb der Gruppe als bereichernd. Sie lässt sich als Profi gerne von der frischen Spielfreude der Laien anstecken. Das erinnert sie an ihre Ursprungs-Passion. Mit Freudenbereichert sie das Team mit ihrer Erfahrung und Zuverlässigkeit- im Gepäck Zeit, Geduld, Empathie und Sympathie.
Michaela Gurten liebt Freilichtspiele im Sommer- da der Himmel jeden Abend eine neue, einzigartige Stimmung zaubert. Auf der Titanic vor der Schälismühle wird der Gäuer-Wind im Haar der Fahrtwind sein und das Geschehen auf dem Meer für Schauspieler und Publikum für eine Weile real werden lassen.

Doch zuvor tanken alle Schauspielenden Energie für die letzte und intensivste Probenrunde. Ab dem 28. Juli werden sie beinahe täglich bei der Schälismühle in Oberbuchsiten anzutreffen sein.

Es sind bereits über 50 Prozent der Tickets verkauft. Sichern Sie sich ihre Plätze über unsere Homepage www.gaeuer-spielleute.ch, Eventfrog oder die Telefonnummer 079 450 50 20.