Der Start in die Wintercupserie der Kanuten wurde am Samstag traditionell auf der Aare in Solothurn durchgeführt. Der Name Wintercup war aber an diesem Tag eine eher unpassende Bezeichnung. Bei frühlingshaften Temperaturen, einer spiegelglatten Aare und einer wunderbaren Kulisse mit der Solothurner Altstadt und dem Jura im Hintergrund, kämpften 90 Kanuten und SUP um die Siege in ihren Kategorien. Auf die Standartausrüstung beim Wintertraining, Paddelhandschuhe und Kappen, konnte für einmal verzichtet werden; die Gefahr von Erfrierungen war sehr gering.

Das OK der Solothurner Kajakfahrer freute sich über die Rekordbeteiligung, obwohl das Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer und die Parkplatzsituation an ihre Kapazitätsgrenzen kamen. Sehr erfreulich war, dass der neu gewählte Präsident des Schweizerischen Kanuverbandes SKV, Alain Zurkinden, vorbeischaute und gleich auch startete. Das Kanufahren eine Lifetime-Sportart ist, zeigte sich auch an den Altersunterschieden der Teilnehmenden: der älteste Teilnehmer war 71 und die jüngste Starterin erst gerade 11 Jahre alt!

Bereits beim Massenstart vor der Solothurner Badi wurde um jeden Meter gekämpft, um möglichst eine optimale Position für den weiteren Rennverlauf zu bekommen und den Anschluss an die Konkurrenten nicht zu verlieren. Die Tagessiege gingen an die beiden Sportsoldaten im Regattaboot, den Luzerner Linus Bolzern und die Rapperswilerin Franziska Widmer. Die Kaderleute des Kanu-Leistungszentrums Solothurn verzichteten, wie die meisten der 90 Startenden auch, auf einen Start im Regattaboot und fuhren den Wintercup im Wildwasserrennboot. Dies aus der Überlegung, dass die  klar schnelleren Regattaboote für das Rennen in Solothurn zwar einen Vorteil boten, in den kommenden Wintercuprennen aufgrund der Strömungsbedingungen aber nicht mehr eingesetzt werden können und für die Gesamtwertung nur die Punkte zählen, die im gleichen Bootstyp erreicht werden.  Bei den Wildwasserbooten hatten die beiden Solothurner Melanie Mathys und Nico Meier die jeweils besten Zeiten und sind jetzt in einer guten Ausgangslage für den Gesamtsieg.

Bei den Junioren schaffte es der Nidwaldner Cornel Bretscher im Wildwasserboot sich im Schlussspurt von seinem Konkurrenten Donat Donhauser ganz knapp abzusetzen. Dritter wurde ein weiterer Athlet des Leistungszentrums Solothurn, der Langendörfer Robin Häfeli.

Der Solothurner Nachwuchsfahrer Patrick Gutknecht setzte ein Ausrufezeichen bei der Kategorie Schülern. Er konnte sich hinter zwei Nachwuchsfahrern im Regattaboot auf dem dritten Platz klassieren und ist damit jetzt in einer hervorragenden Position im Hinblick auf die nächsten Wintercuprennen und die Gesamtwertung.