Die Gastgeberinnen beharrten auf einem absoluten Haftmittelverbot, obwohl danach eine 1.Liga-Partie (Haftmittelgebrauch erlaubt) angepfiffen wurde. Schwer nachvollziehbar, aber dem Reglement entsprechend. Olten bekam die ungewohnte Situation mental nie in den Griff und produzierte während des gesamten Spiels nicht weniger als 26 Fehlwürfe.  Das Ausnützen der Torchancen war letztlich entscheidend für den Sieg der Innerschweizerinnen, denn ansonsten begegnete man sich auf Augenhöhe.
Die SG HV Olten hatte sich gegen das Spitzenteam aus Willisau viel vorgenommen und wollte nach zwei Niederlagen wieder zu Punkten kommen. Zu Beginn ging die Rechnung bis zum 3:3 auf. Danach lagen die Gäste bis zur 20. Minute meist mit zwei bis drei Treffern zurück. Das Auslassen hochkarätiger Chancen, darunter drei Siebenmeter, rächte sich nun krass und Willisau lag beim Seitenwechsel mit 12:6 voraus.
In der Pause ging es eigentlich nur darum, sich mit der widrigen Situation besser anzufreunden und neue Hoffnung zu tanken. Dieses Unterfangen gelang vorzüglich, die Oltnerinnen holten Tor um Tor auf und kamen beim 13:14 und 15:16 bis auf einen Treffer an die Favoritinnen heran. Zu mehr reichte es leider nicht, weil selbst bei doppelter Überzahl der rutschige und verhasste Ball nicht ins Netz wollte. Dank vorbildlichem Kampfgeist konnte die SG HV Olten die zweite Halbzeit dominieren und auch gewinnen. Ein Teilerfolg, der aber keine Punkte einbringt!

Peter Bäni 

SG HV Olten: Sabine Romeo; Christina Balz (2), Tanja Bortis, Michelle Salathé, Linda Schibli (1), Merita Shabanaj (1), Rineta Slishani (2), Sarah
von Däniken (1), Jenny Walker (1), Anouk Wyss, Petra Wyss (2), Sarah Wyss (7)

Torfolge: 2:0, 2:3, 3:3, 3:5, 5:6, 5:8, 6:9, 6:12; 8:14, 13:14, 13:16, 15:16, 15:17, 16:20, 17:21