Seniorenrat Dietikon

Und als sie den Tresor endlich geknackt hatten, war dieser leer!

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Spannende Geschichten aus dem Leben werden monatlich zum Kaffee beim traditionellen «Zmittagstisch» serviert. Nach einem vom Seniorenrat Dietikon organisierten geselligen Essen kramen jeweils Persönlichkeiten in ihren Erinnerungen.

Am Dienstag, 12. März 2019, begaben sich nahezu 50 Seniorinnen und Senioren aus Dietikon in den Kulturraum des Alters- und Gesundheitszentrum (AGZ) Ruggacker. Angesagt war ein letzter «Heimauftritt» von Christoph Schwemmer, der seit den 90-iger Jahren als Gesamtleiter des AGZ tätig war und nun sein spannender Rückblick angesagt war.

Unter seiner Leitung entwickelte sich das AGZ zu einem bedeutungsvollen und modernen Betrieb, in dem auf verschiedenen Pflegeabteilungen und in Wohngruppen aktuell rund 180 Bewohnerinnen und Bewohner betreut werden. 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für ein professionelles und umfassendes Dienstleistungsangebot.

Als sich Christoph Schwemmer 1998 um die damals ausgeschriebene Stelle beworben habe, habe er sich auf das Vorstellungsgespräch speziell vorbereitet. Er habe damals kein kurzes Gastspiel geben, aber auch keine Lebensstelle antreten wollen. Nun, die Jahre sind seither vergangen und er wird – wie bereits bekannt – Ende März 2019 in Pension gehen. Christoph Schwemmer hatte also 1998 seine Lebensstelle in Dietikon gefunden!

Er gehörte zu den «Ratzennäschtlern“

Bei seinem Stellenantritt war ihm Dietikon als Urdofer nicht ganz fremd. Neu war jedoch für ihn, dass er von den alten Dietikern als «Ratzennäschtler» bezeichnet wurde. Er gehörte nämlich zu den Urdorfern, die (bis in die 50er Jahre) die Sekundarschule in Dietikon besucht haben. Diese wurden damals als «Ratzennäschtler» bezeichnet. Das war der gängige Übername für die Urdorfer, ein Begriff, der heute wohl nur noch bestandene Dietiker kennen dürften.

Der AGZ-Gesamtleiter schilderte sein berufliches Wirken und dabei auch die organisatorische und bauliche Entwicklung des Zentrums. Erheiternde Anekdoten durften da nicht fehlen. So erzählte er mit einem Schmunzeln, dass sich vor Jahren einmal ungebetene nächtliche Besucher Eintritt in sein damaliges Büro verschafften. In der Folge hätten diese mit grosser Mühe den AGZ-Tresor aufgeschweisst. Die Enttäuschung dürfte gross, der Stundenlohn klein gewesen sein, denn er habe im Tresor nie etwas aufbewahrt, sondern alles stets zur Bank bringen lassen.

Eindrücklich war seine Darlegung, wie sich die Betreuung und die Pflege der Betagten in den letzten Jahren fortentwickelt haben. Dass heute die Atmosphäre des Zentrums durch Herzlichkeit und Offenheit der Mitarbeitenden und deren respektvollen Umgang geprägt ist, dürfte zu einem grossen Anteil auch das Verdienst von Christoph Schwemmer sein.

Das Nepal-Projekt

Einige der Anwesenden hatten bereits gehört, dass sich Christoph Schwemmer keineswegs in einen inaktiven Ruhestand begeben wird. Nein, er wird sich weiterhin für sein Nepal-Projekt einsetzen. Seit 2011 investiert er dafür einen guten Teil seiner Ferienzeit. Mit den bisher gespendeten Geldern konnte ein einfaches, aber erdbebensicheres Altersheim fertiggestellt werden, welches seither auch mit Hilfe von ortsansässigen Unterstützern unterhalten und betrieben wird.

Der Seniorenrat Dietikon dankt Christoph Schwemmer herzlich für seinen Einsatz hier in Dietikon und wünscht ihm für seinen nächsten Lebensabschnitt beste Gesundheit und viel Erfolg bei seinem weiteren Wirken in Nepal.

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