Wird der HVO zum Partycrasher?

HSC Kreuzlingen gegen den HV Olten oder die Frage: Wer krönt die Saison?

Blenden wir zurück: Am 27. April 2002 stiegen die Oltner zum zweiten und bisher letzten Mal in die NLB auf. Der Gegner dazumal hiess HS Biel. Während sich der HVO nur eine Saison halten konnte, spielen die Seeländer noch heute eine Liga höher und verteidigten diese gerade wieder knapp. Wollen die Arnold-Jungs dorthin zurückkehren, bedarf es einer Riesenleistung. Denn die Zahlen der bisherigen Spielzeit sprechen eine eindeutige Sprache: Die Ostschweizer gewannen sowohl in der Qualifikation, wie auch in der Finalrunde alle Spiele und steigen mit einer reinen Weste in die beiden Begegnungen gegen die Oltner. Der HVO seinerseits verlor drei Mal und trennte sich bei ebensovielen Partien unentschieden. Alles andere als der Aufstieg des HSC Kreuzlingen wäre somit eine riesige Enttäuschung. Das Team von Trainer Marcel Keller ist sehr ausgeglichen und verfügt über ein breites Kader mit guter Erfahrung. Beim Vergleich der Statistiken fällt auf, dass die Ostschweizer mit 932 (Olten 883) geschossenen Tore auf dem Papier über den etwas gefährlicheren Angriff verfügt, während der HVO mit bisher 670 (Kreuzlingen 689) Gegentore die leicht effizienteren Abwehrleistungen zeigte. Allerdings kassierten die Dreitannenstädter dabei mit 125 zu 94 etwas mehr Zeitstrafen.

Dies alles sind aber nur Zahlen, entschieden werden die Spiele auf dem Feld und für beide Teams beginnt alles bei Null. Will der HVO dem Gegner auf dem Weg in die zweithöchste Liga ein Bein stellen, so müssen alle über sich hinauswachsen und es braucht in den beiden Partien zwei hochkonzentrierte Leistungen und sicher auch die nötige Portion Wettkampfglück. Dass man das kann, hat die Mannschaft in einigen der bisherigen Spiele bewiesen, zuletzt beim abschliessenden Finalrundenmatch gegen Chênois vor Wochenfrist.

Wir freuen uns auf zwei faire und möglichst spannende Auseinandersetzungen.

Hopp Oute!

Marco Lorenz