Pro Senectute Olten auf wenig begangenen Pfaden.

Eine stattliche Anzahl Teilnehmer bestieg den Zug nach Oensingen. Das Wetter war angenehm für die Halbtagestour. Nach einem kurzen Marsch durch das Dorf begann gleich die erste Herausforderung: Durch den schattigen Wald waren 314 Höhenmeter zu bewältigen und das an einem Stück! Die meisten schafften das ohne Probleme, aber für einige war es trotz Schatten ziemlich schweisstreibend.

Wir gelangten auf die Walderalp mit ihrem einladenden Rastplatz und erholten uns mit dem Gebimmel der Kuhglocken von der Weide her. Bald ging es weiter über diese Weide zum gegenüberliegenden Waldrand und auf einem schmalen Pfad wiederum durch den Wald. Unzählige Türkenbundlilien wuchsen hier, aber leider waren wir ein paar Tage zu früh – die Blüten waren noch geschlossen. Auf dem wirklich schmalen Pfad lag noch viel Laub vom letzten Herbst und man musste sich gut auf den Weg konzentrieren, da die Stolpersteine und Wurzeln versteckt waren. Alle erreichten aber heil das Ende des Waldes. Unsere Wanderleiterin Lilly Rieder berichtete uns, dass auf diesem Pfad die Männer vom Tal früher täglich in die Giesserei in die Klus zur Arbeit gingen – Sommer und Winter!

Nun hatten wir eine schöne Aussicht auf die Bechburg, Oensingen und das Gäu. Wir passierten den stattlichen Bauernhof Rislisberg und bestaunten die üppige Flora am Wegrand. Unter uns lag bereits unser Ziel : die Klus.

Im Gartenrestaurant Bad Klus genossen wir den wohlverdienten Kaffee und den obligaten Nussgipfel. Zufrieden mit der vollbrachten Leistung und den schönen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg.

Vreni Tscharland