Unihockey Team Aarau

Mit sieben Streichen zum Sieg in Sursee

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Aaraus Mario Hunziker (re.) behauptet sich im Zweikampf. (Bild Manuel Arnold)

Aaraus Mario Hunziker (re.) behauptet sich im Zweikampf. (Bild Manuel Arnold)

Das Team Aarau holt sich dank einer über weite Strecke überzeugenden und erstaunlich abgeklärten Leistung drei Punkte in Sursee. Captain Dominic Studer mit fünf und Marco Stoltenberg mit vier Skorerpunkten stachen aus einem starken Aargauer Kollektiv heraus.

Die Aarauer erwarteten in den ersten Minuten einen Sturmlauf der Corradini-Truppe aus Sursee und nahmen sich daher vor, gerade zu Beginn besonders konzentriert und defensiv solid ans Werk zu gehen. Dies gelang sehr gut. Saubere Ballstafetten und konzentriert nach vorne spielende Aarauer prägten das Bild in den ersten zehn Minuten. Marco Stoltenberg sorgte für die frühe Gästeführung, ehe Marc Maurer im Powerplay nach einer schön gespielten Variante auf Pass von Captain Dominic Studer auf 2:0 stellen konnte. Es folgte dann aber die stärkste Phase von Sursee. Aarau liess bis zur Pause die zuvor gezeigte Konsequenz in der eigenen Zone vermissen und spielte plötzlich nur noch zögerlich nach vorne. Die Hausherren wurden von Minute zu Minute besser und verkürzten nach einem Fehler im Aufbauspiel der Adler. Dann bekundete Sursee mit zwei Schüssen ans Gehäuse Pech. Keeper Luz Mäder rettete den schmeichelhaften Aarauer Vorsprung mit zwei, drei Glanzparaden in die Pause. Im Mitteldrittel sahen die Zuschauer erstarkte Adler. Sursee glich noch aus, dann schoss Philippe Stark das Team Aarau wieder in Führung, während Oli Bürgi den Ball aus aussichtsreicher Position an den Pfosten setzte. Die Aargauer drückten dem Spiel je länger je mehr den Stempel auf, wirkten im Abschluss aber zu wenig entschlossen und mussten mit der Pausensirene noch eine Strafe nehmen. Nur 30 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Sursee abermals ausglich. Es sollte das letzte Mal sein. Aarau bemühte sich, die Auslösungen wieder schneller und gradliniger zu spielen und reüssierte. Es kam die wegweisende Situation in der 47. Minute: Sursee vergab nach einem Fehler der Aarauer eine Topchance, im Gegenzug erzielte Dominic Studer auf Zuspiel von Marco Stoltenberg das sehenswerte 4:3; eine Minute später tauschten die beiden erfolgreichsten Aarauer Skorer die Rollen und markierten gar das 5:3. Sursee versuchte in der Folge sein Glück nochmals in der Offensive. Aarau stand aber taktisch gut und verteidigte weiter konsequent. Luz Mäder lancierte mit einem seiner Auswürfe schliesslich den schnellen U21-Spieler Florian Kull, der eine Minute vor Schluss auf 6:3 stellte. Just vor der Sirene bejubelten die mitgereisten Aarauer Fans das (zu deutliche) 7:3 durch Dominic Studer, aufgelegt hatte ihm einmal mehr Marco Stoltenberg.

Damit holte die Mannschaft der Trainer Roberto Micheli/Michael Hafner die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison gegen ein aufsässiges, kampfstark anrennendes Sursee; Punkte, die von der jungen Mannschaft nicht einfach so wie eine Selbstverständlichkeit erwartet werden dürfen. Daher freute sich die Mannschaft zurecht ausgiebig über die tolle Leistung! “Die Mannschaft hat heute viel Charakter und vor allem ein tolles Schlussdrittel gezeigt”, resümierte Roberto Micheli den gelungenen Auftritt seiner Mannen. Luz Mäder im Aarauer Tor verdiente sich ebenso wie die Mehrfachskorer Dominic Studer und Marco Stoltenberg Bestnoten. Aber auch die zweikampf- und schussstarken Philippe Stark und Mario Hunziker erwischten einen sehr guten Match. Routinier und Filigrantechniker Marc Maurer führte die zweite Linie an, rackerte viel nach hinten und spielte gute Auslösungen, was seinen jungen Sturmpartnern immer wieder gute Offensivszenen ermöglichte. Allgemein überzeugten die Adler durch einen taktisch starken Auftritt und dem nötigen Spielwitz in der Offensive.

Am nächsten Wochenende stehen zwei Heimspiele an. Am Samstagabend, 18.00 Uhr, empfängt das Team Aarau die zweite Mannschaft der Grasshoppers Zürich in der 4. Meisterschaftsrunde. Um die gleiche Uhrzeit findet einen Tag später ebenfalls in der Schachenhalle der Cup-Kracher gegen den 1. Ligisten Lok Reinach um den Tschechen und Ex-Aarauer Tomas Vojtisek statt.

(Bericht Michael Hafner)

UHC JW Sursee 1986 – Team Aarau 3:7 (1:2 1:1 1:4); Kottenmatte Sursee; 60 Zuschauer; SR Saurer/Saurer. Tore: 4. M. Stoltenberg (D. Studer) 0:1, 9. M. Maurer (D. Studer, Ausschluss S. Kronenberg) 0:2, 14. Malte Knaak (S. Peter) 1:2, 32. Moritz Knaak (Malte Knaak) 2:2, 34. Ph. Stark (Ausschluss L. Bucher) 2:3, 41. M. Bieri (M. Müller, Ausschluss F. Kull) 3:3, 47. D. Studer (M. Stoltenberg) 3:4, 48. M. Stoltenberg (D. Studer) 3:5, 59. F. Kull (L. Mäder) 3:6, 60. D. Studer (M. Stoltenberg) 3:7.

UHC JW Sursee 1986: P. Stöckli; T. Ettlin; H. Feucht; S. Peter; S. Graf; Ch. Burkard; F. Setz; D. Stöckli; L. Bucher; M. Sommerhalder; P. Dissler; Moritz Knaak; M. Müller; F. Lischer; M. Wilhelm; M. Bieri; Malte Knaak; S. Kronenberg; S. Berchtold; J. Grimm.

Team Aarau: L. Mäder; Ph. Stark, M. Hunziker; J. Hofmann, M. Schenk; D. Studer, M. Stoltenberg, F. Schwaller; M. Maurer, O. Bürgi, D. Oehler; F. Kull; S. Wassmer; J. Heller; V. Lacerda; N. Lüscher; O. Meyer; Y. Heller; B. Gros; S. Hertig; T. Hunziker.

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