Wie vor Wochenfrist erkämpften sich die HVO-Frauen einen wichtigen, aber doch etwas glücklichen Sieg, der dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit zustande kam. Eigentlich hätte ein Unentschieden dem Kräfteverhältnis der beiden Teams entsprochen, doch stand das Wettkampfglück diesmal klar auf Seiten des Heimteams. Die Oltnerinnen räumten sich durchaus Chancen auf weitere Punkte ein und hofften dabei auf das angeschlagene Selbstvertrauen bei den Gästen.
Wie hatte Willisau die 9:29-Schlappe gegen den LK Zug vom vergangenen Sonntag verarbeitet? Die Antwort war schnell gegeben, Willisau agierte druckvoll, mit schnellen Ballstafetten und satten Würfen aus dem Rückraum. Auch in den direkten Zweikämpfen zogen die Oltnerinnen allzu oft den Kürzeren, sodass Willisau meist knapp in Führung lag. Der HVO leistete sich im Angriffsspiel einfach zu viele leichte Fehler, vermasselte beste Chancen und liess Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen vermissen. So kam es wie es kommen musste. Die Gäste zogen bis zum Seitenwechsel auf 6:10 davon. Einmal mehr ein Einbruch beim HVO zwischen der 20. und 30. Spielminute!
Lösungsansätze waren rasch gefunden, wie man sich auf eine erfolgreiche Aufholjagd machen konnte: Kompromissloser verteidigen, Zweikämpfe gewinnen, mutiger angreifen. Die Tatsache, dass Willisau in der zweiten Hälfte nur noch fünf Tore gelangen, unterstreichen die defensiven Qualitäten der Gastgeberinnen. Olten vermochte den Rückstand stetig zu verringern, kam nach 48 Minuten zum 13:13 und begann an einem Punktegewinn zu schnuppern. Ausschlaggebend für den doch eher überraschenden Sieg waren die zahlreichen Paraden von Sabine Romeo in den Schlussminuten. Willisau blieb ab der 50. Spielminute ohne Torerfolg und verspielte damit den Punktegewinn.
Fazit: Die Mannschaft hat sich ein Kompliment verdient, muss jedoch in den kommenden Spielen sein Potential konsequenter und über die volle Distanz nutzen!
 
Peter Bäni