Das letzte Spiel in dieser Saison musste das Damen 1 Team des Handball-Vereins Olten gegen den BSV Stans im Kanton Nidwalden absolvieren. Die Ausgangslage vor dem Spiel war eindeutig – keine der beiden Mannschaften hatte noch etwas zu verlieren oder zu gewinnen. Die Oltnerinnen hatten sich bereits zuvor souverän für den direkten Wiederaufstieg in die 1. Liga qualifiziert und die Stanserinnen hatten durch den Eintritt in die Finalrunde den Ligaerhalt geschafft, hier aber auf dem 5. Platz keine Möglichkeit mehr, in die Aufstiegsspiele zu gelangen. Somit eine schwere Ausgangslage, ein attraktives Spiel zu gestalten. Dementsprechend verlangten das Trainergespann Bichsel und Wiederkehr am letzten Samstag Konzentration, Konsequenz und Einsatz, dazu aber natürlich auch Spass am Spielen.

Die ersten zehn Minuten der Partie gestalteten sich ausgeglichen, in der 12. Spielminute betrug der Spielstand 5:5. Danach gelang es den Oltnerinnen, mit einigen schnellen Gegenstosstoren, davonzuziehen, was die Stanserinnen in der 16. Minute zu einem Teamtimeout zwang (6 :11). Der Vorsprung von fünf Toren konnte in den kommenden 15 Minuten mehr oder weniger konstant gehalten werden, wobei sich auf beiden technische Fehler sowie auch Fehlwürfe einschlichen. Zur Pause stand es 12:17 für die Gäste.

In der Halbzeit wurde vor allem mehr Konsequenz in der Verteidigung gefordert. Die Absprachen waren nicht immer gut und sollten verbessert werden. Im Angriff sollten mit mehr Geduld weitere Chancen herausgespielt werden sowie der Abschluss konzentrierter verwertet werden.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gestaltete sich wie erwünscht. Die Solothurnerinnen vermochten es, ihren Abstand auszubauen und in der 38. Minute gab es gar eine 8-Tore Führung (13:21). Danach brach die Konzentration wieder ein und es folgte eine torlose Phase der Oltnerinnen, wobei die Gegnerinnen ihren Abstand verkleinern konnten und bis zu 4 Tore herankamen (17:21). Wieder etwas aufgewacht gelang es den Grünen dann wieder, ihren Vorsprung auf sieben Tore auszubauen. In den letzten zehn Minuten wurde der Abstand wieder etwas geringer, so dass das Endresultat zum Schluss 24:27 betrug. Trotz dem kleinen Hin und Her in der zweiten Halbzeit und dem nicht ganz deutlichen Resultat am Ende fühlte sich der Sieg nie als gefährdet an und die Oltnerinnen zeigten, dass sie auch mit einer nicht überragenden Leistung in einem Spiel, in welchem es schwer ist, die Konzentration zu halten, einen Sieg erzielen können. Damit komplettierten sie in der Finalrunde die Siegesserie und blieben in zehn Spielen ungeschlagen stets auf dem ersten Tabellenplatz.

Cedrine Zanitti