Nach den zwei furiosen Spielen gegen Genf und Emmen gastierte nach einer Woche Pause der HV Olten bei der SG Pilatus in Luzern. Der HV Olten steht dank einer überzeugenden Leistung in der Rückrunde auf dem dritten Tabellenplatz und will beim Letztplatzierten unbedingt mit einem Sieg den Trend fortsetzten.

So wollte das Herren 1 auch von Anfang an bereit sein und in der Startphase bereits klarmachen, weshalb man verdient auf dem dritten Platz steht. Jedoch war es eher so, dass man der SG Pilatus die Unsicherheit, die der letzte Tabellenplatz mit sich bringt, anmerkte. Torhüter Phillip Büttiker, der an dem Tag glänzte, parierte alleine in der Startphase mehrere freie Würfe und Kontersituationen. In der Folge konnte sich das Herren 1 bereits früh absetzen und holte sich dadurch eine gesunde Portion Selbstvertrauen. Bereits nach 20 Minuten bestand eine 5-Toreführung, die man bis zur Pause nicht mehr abgegeben hat. In der Halbzeit führte man mit 12:7.

Nach der Pause stellte Pilatus von einer offensiven in eine defensive 6:0 Abwehr um. Zu Beginn bezahlte sich die Umstellung und es reichte um Trainer «Hämpe» zu einem Time-Out zu zwingen. Zu dem Zeitpunkt konnte die SG Pilatus bis auf drei Treffer verkürzen. Doch «Hämpe» fand die richtige Ansprache und gleich im Anschluss zog das Herren 1 durch eine verbesserte Abwehr und mit einigen schönen Kontertoren davon. Bereits 2 Minuten nach dem Time-Out waren es wieder 5 Treffer Differenz, auf die die SG Pilatus nun keine Antwort mehr wussten. Spätestens nach 52 Minuten war das Spiel endgültig entschieden, da der HV Olten erstmals mit 10 Toren führte. Diese Führung liess sich das Herren 1 nicht mehr nehmen und gewann dank einer guten Leistung, besonders von Torhüter Büttiker, verdient mit 31:21.

Bester Werfer des HV Oltens war Julius Völkin mit insgesamt 8 Treffern. Genauso viele Tore warf auch Yves Mühlebach, bester Werfer der SG Pilatus.

Der dritte eindrückliche Sieg der SG HV Olten bringt das Herren 1 Verlustpunktemässig auf den zweiten Tabellenplatz und somit auf einen Aufstiegsplatz. Obwohl der Aufstieg Minimum diese Saison wohl noch ein Traum ist, sieht man der jungen Truppe den Spass auf dem Spielfeld an und man hofft, dass man den Topteams noch möglichst lange auf den Füssen treten kann.

Michael Burri