Die Delegiertenversammlung des Kirchenmusikverbandes Olten-Gösgen (KMV-OG) vom 23. Februar stand ganz im Zeichen des Aufbruches. Seit drei Jahren waren das Präsidium und Vizepräsidium, nebst anderen Vorstandsämtern, nicht mehr besetzt. So eröffnete Interimsaktuar Magnus Jäggi die Delegiertenversammlung. Ein peppiges Eröffnungslied brachte Schwung und versetzte die Anwesenden in gute Stimmung an diesem Samstagvormittag. Ein erstes Dankeswort ging an den gastgebenden Kirchenchor Niedergösgen, präsidiert von Gaby Kuhn.

Nach der Begrüssung der Gäste und den Damen der Gruppe «Neustart KMV Olten Gösgen», wurde Präses in spe Flavia Schürmann als Tagespräsidentin gewählt, um einen korrekten Ablauf dieser Delegiertenversammlung zu gewährleisten und durch die Traktanden zu führen.

Im Jahresbericht erwähnte die musikalische Co-Leiterin Claudia Schumacher vor allem die Probleme mit der Besetzung der vakanten Vorstandsämter Präsidium, Vize-Präsidium und Aktuariat, sowie der musikalischen Leitung ab dieser Delegiertenversammlung. Weitere Schwerpunkte der vergangenen drei Jahre waren die Erstellung eines Pflichtenheftes für Vorstandsmitglieder, Chorbesuche, eine Umfrage bei den Chören über Wahrnehmung und Zukunft unseres Verbandes. Die Schwerpunkte im musikalischen Bereich betrafen zwei Weiterbildungsanlässe für Chormitglieder und die Vorarbeiten und Planung für das diesjährige Verbandsfest.

Der Kassabericht mit den positiven Jahresabschlüssen lag schriftlich vor und gab zu keinen Diskussionen Anlass. Die Revisoren Gabriela Gramlich und Peter Haag konnten dem Kassier Josef von Däniken eine vorbildlich geführte Buchhaltung attestieren. Einer Déchargeeteilung lag somit nichts im Wege.

Mit Spannung erwartet wurden die Wahlen. Flavia Schürmann amtet seit dem April 2017 als Präses unseres Verbandes. Da nur alle drei Jahre eine Delegiertenversammlung stattfindet, konnten zwischenzeitlich keine Wahlen durchgeführt werden. Unter grossem Applaus wurde dieses Präseswahl durch den Interimsaktuar Magnus Jäggi nachgeholt. Nun konnte die Tagespräsidentin das Szepter wieder übernehmen und zur Wahl des neuen Vorstandes überleiten. Dazu erklärte sie die Vorgeschichte. Die Bemühungen zur Besetzung der vakanten Vorstandsämter von Präsidium, Vizepräsidium und Aktuariat (Magnus Jäggi führt dieses nur interimsmässig) waren erfolglos. Die Ergebnisse der letztjährigen Chorumfrage fielen mehrheitlich negativ aus. Die Aussagen an der Präsident/innen-Konferenz vom 23. Oktober 2018 entsprachen dem gleichen Bild. Die Teilnehmenden dieser Zusammenkunft waren zwar der Meinung, dass es schade wäre, wenn der Verband aufgelöst würde. Aber kein Chor konnte sich dazu durchringen, Leute für den Verbandsvorstand zu stellen. Zwischenzeitlich gaben Claudia Schumacher und Hansruedi von Arx bekannt, dass sie an dieser Delegiertenversammlung demissionieren und die musikalische Co-Leitung abgeben würden. Auch Beisitzerin Ursula Müller verlässt den Vorstand. Aufgrund dieser Vorkommnisse und einer drohenden Auflösung des KMV-OG formierten sich fünf engagierte Frauen zu einer Gruppe «Neustart KMV Olten-Gösgen». Angestossen wurde diese Neustartgruppe von Susanne Bucher.

Auf Wunsch dieser Neustartgruppe, die bereit war den neuen Vorstand zu bilden, stellten auch Kassier Josef von Däniken und Beisitzerin Evi Bertsch ihre Ämter zur Verfügung, um einen kompletten Neubeginn vorzunehmen. Vor der Wahl stellten sich die fünf Damen des zukünftigen neuen Vorstandes in einer kurzen PowerPoint-Präsentation vor. Anschliessend wurden einstimmig und mit grossem Applaus gewählt: Irène Dietschi-Klaffke (Kirchenchor Hägendorf) als Präsidentin, Gabriela Gramlich (St. Mauritiuschor Trimbach) als Kassierin, Gaby Kuhn (Kirchenchor Niedergösgen) als Aktuarin, Susanne Bucher (Kirchenchor Niedergösgen) und Sandra Rupp Fischer (Kirchenchor St. Marien Olten) als musikalische Co-Leiterinnen. Die neuen Vorstandsmitglieder wurden mit einer Rose begrüsst. Als Rechnungsrevisoren stellen sich Peter Haag (Kirchenchor St. Martin Olten) und Thomas Laube (St. Mauritiuschor Trimbach) zur Verfügung.

In einem separaten Traktandum wurden die abtretenden Vorstandsmitglieder von Präses Flavia Schürmann verabschiedet und für Ihre Verdienste gewürdigt. Es sind: Hansruedi von Arx und Claudia Schumacher, kirchenmusikalische Co-Leitung; Josef von Däniken, Kassier; die Beisitzerinnen Evi Bertsch und Ursula Müller-Lack, sowie Beisitzer und Interimsaktuar Magnus Jäggi. Anstelle von Geschenken werden sich die Verabschiedeten zu einem Nachtessen treffen.

Anträge waren nicht zu behandeln, sodass Sandra Rupp Fischer uns die Teilnahme an der cantars 2021 schmackhaft machen konnte. Dieses Kirchenklangfest wird wieder schweizweit und im bisherigen Rahmen durchgeführt wie im Jahre 2015. Das cantars-OK machte kund, den Auftaktanlass gerne in Olten durchzuführen, sofern unser Verband die Organisation übernimmt. Die anschliessende Diskussion verlief positiv und der Präsident der Kultusstiftung Olten, Urs Reinhard, sicherte zu, dass die Kirchen offen seien für diesen Anlass. Bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme beschlossen die Delegierten, dass unser Verband die Organisation für den Auftaktanlass der cantars 2021 in Olten übernimmt. Wichtig ist, dass die einzelnen Chöre noch bis nächsten Oktober Zeit haben, sich für eine Teilnahme zu entscheiden.

Nach einigen Wortmeldungen unter Verschiedenem konnte die Tagespräsidentin die diesjährige Delegiertenversammlung für beendet erklären und zum anschliessenden Apero und Gedankenaustausch einladen.