Jungwacht Blauring Kt. Solothurn Jungwacht Blauring Kanton Solothurn (Jubla Kt. SO) bietet diesen Frühling für seine Mitglieder ein Kantonales Pfingstlager (Kapfila) an. Ende März haben sich bereits 380 Kinder und Jugendliche für dieses einmalige Erlebnis angemeldet. Doch es stehen noch einige Herausforderungen an.

Herausforderung in der Planung

Da im Jahr 2008 das letzte Kantonale Pfingstlager organisiert wurde, fehlen Erfahrungswerte. So haben zwar die 15 Ehrenamtlichen, welche das OK bilden, allesamt schon unzählige Lager mitorganisiert, aber ein so grosses Zeltlager ist auch für sie Neuland. Demzufolge musste auch schon Lehrgeld bezahlt werden. So etwa im Sommer 2017, als man noch den Lagerplatz wechseln musste. Patrick Meister vom Ressort Infrastruktur meint: «Der ursprüngliche Platz auf dem Obergrenchenberg war traumhaft, aber die logistische Herausforderung hätte uns personell und finanziell an unsere Grenzen gebracht.» Etwas wehmütig reagierte das Ressort Animation auf diesen Entscheid, schliesslich stand zu dem Zeitpunkt das Motto «Jubla allmächtig – die Götter erheben sich» bereits fest. Die Kinder aus den Scharen sollen die griechischen Götter, die ihre Identität abgelegt haben und nun unauffällig in den Solothurner Gemeinden leben auffinden und auf den Olymp bringen. Dort wird die Lagergemeinschaft unterschiedliche Aufgaben, angelehnt an die griechische Mythologie, lösen und so den Göttern ihre Wichtigkeit aufzeigen. «Die Jublaner sind ein kreatives Volk, daher ist anzunehmen, dass sie den Olymp auch auf dem neuen Zeltplatz – bei den

Muttenhöfen zwischen Solothurn und Bellach – erkennen können.», meint etwa Simon Leuthold, Leiter des Ressorts Animation.

Die grösste Herausforderung steht noch an

Bedenken äussert Rebekka Tschan, die Stellenleiterin der Arbeitsstelle von Jungwacht Blauring Kanton Solothurn, die dem OK bei Bedarf unter die Arme greift: «Jublaner sind stille Schaffer, die lieber geben, als nehmen». Daher macht es ihr noch etwas Sorgen: «Die nötigen Spenden und Helfenden aufzutreiben, wird nochmal eine Herausforderung werden.» Doch sie merkt an: «Jublaner sind auch innovativ und nehmen gerne neue Herausforderungen an.» So wurde extra für das Kapfila ein Projekt auf der Crowdfunding-Plattform www.lokalhelden.ch lanciert. Ob die Jubla Erfahrung mit Crowdfunding hat verneint Tschan und meint weiter, sie sei gespannt, wie sich dies entwickeln wird, denn die Schwarmfinanzierung ist ihrer Meinung nach in der Schweiz noch nicht so verbreitet.

Auch Julia Knuchel, welche für das Sponsoring zuständig ist, ist sich bewusst, dass man damit eher eine unbekannte Methode aufgegriffen hat. Doch sie ist überzeugt, dass auch Jungwacht Blauring als Traditionsverein neue Möglichkeiten ausprobieren darf und soll. Schliesslich ist Crowdfunding ein Finanzierungsmodell, welches der Mentalität der Jubla entspricht: «Wenn Viele wenig geben, gibt das zusammen auch viel. Und mit den Mercis, wie etwa einem Nachtessen am Kapfila, oder einer Postkarte von den Kindern direkt aus dem Kapfila, wird es uns gelingen, unseren Geldgebern zu zeigen, dass Sie für das richtige Projekt gespendet haben.»