Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden

In Unterentfelden hängen nun 65 Nistkästen mehr für die Mauersegler

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Noch rechtzeitig vor der Rückkehr der Mauersegler aus ihrem Winterquartier südlich der Sahara konnten in Unterentfelden 65 Nistkästen aufgehängt werden. Zwanzig Liegenschaftsbesitzer haben sich bereit erklärt, ihr Haus dazu zur Verfügung zu stellen. 

Der Natur- und Vogelschutzverein feiert in diesem Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum. Der Vorstand setzte sich deshalb zum Ziel, 40 Nistkästen an privaten Häusern zu montieren. Ein selbst entworfener Flyer mit den notwendigen Angaben zum Mauersegler selber und zu den Anforderungen an einen brauchbaren Standort wurde in sämtliche Haushaltungen verteilt, die für ein solches Vorhaben geeignet sind. Am Ende konnte bei der Holzwerkstatt der Stiftung Schloss Biberstein eine Bestellung von 65 Nistkästen in Auftrag gegeben werden. Dank einer grosszügigen Unterstützung durch eine lokale Stiftung konnten die Kästen den Interessenten kostenlos abgegeben werden. Gegen Ende April werden die Mauersegler aus dem Winterquartier in die Schweiz zurückkehren. Wir sind gespannt, wann und wieviele der neuen Behausungen bezogen werden. Vielleicht braucht es auch etwas Geduld, bis die Vögel das neue Zuhause entdeckt haben.

Der Mauersegler ist ein sogenannter Kolonienbrüter, der ursprünglich nur an Felsen und in hohlen Bäumen brütete. Mangels anderer Möglichkeiten hier bei uns wichen sie auf Mauernischen und auf Löcher in oder unter Dächern aus. Wichtig ist ihnen, dass die Nistplätze vor Witterung und Raubtieren geschützt sind und freie Zu- und Abflugmöglichkeiten bieten. Der Mauersegler ist somit zu einem ausgeprägten Kulturfolger geworden.

Die Bindung der Segler an die Gebäude bringt eine grosse Verantwortung für die Hausbesitzer mit sich. Weil in den letzten Jahren durch die moderne Architektur keine neuen Nistplätze geschaffen und durch Gebäuderenovationen bestehende zerstört wurden, sind die Mauersegler auf künstliche Nisthilfen angewiesen.

Der Mauersegler ist nur für eine sehr kurze Zeit Gast bei uns. Als Faustregel gilt: Er kommt am 1. Mai und verlässt uns bereits am 1. August wieder. Und dennoch ist er der Sommerbote schlechthin. Kaum ein anderer Vogel ist besser an das Leben in der Luft angepasst. Dort schläft, frisst, trinkt und paart er sich auch. Seine sichelförmige Silhouette, eine Spannweite von 40-44 cm, sein rasanter Flug und seine markanten Laute sind sehr typisch.

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