Das Team von Hampe Arnold überzeugte bei seinem letzten Heimspiel der Hinrunde gegen den Drittplatzierten in allen Belangen und degradierte die Gäste schliesslich mit 28:10.

Dabei schien es vor Anpfiff des Spiels ganz anders als eine klare Sache zu werden. Die Ausgangslage für Olten sah schlecht aus. Das Heimteam hatte die Absenz von sage und schreibe drei Stammspielern seit dem letzten Spiel zu kompensieren, während man fairerweise erwähnen muss, dass auch die Gäste aus Muri nicht gerade vom Verletzungspech verschont worden sind.
Doch die Murianer schienen bereit und motiviert zu sein. Dies demonstrierten sie sehenswert, als sie eine Darbietung, ähnlich einem «Hakka» (in Anlehnung an die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaf, kollektiv rhythmisches Stampfen, Klatschen und lautstarker Gesang), dem Oltner Publikum auf humorvolle Art und Weise präsentierten.

Doch das Spiel nahm schon zu Beginn seinen entsprechenden Lauf. Nach nur gerade sieben Minuten stand es bereits 7:1 für die aggressiveren und willigeren Oltner. Dann kassierte der Teamleader und Captain Jan Peter wegen einer Tätlichkeit nach einem Gegenstoss am Torhüter Tobias Wipf die direkte rote Karte. Die Dreitannenstädter liessen sich trotz dieser unglücklichen Situation nicht unterkriegen und erarbeiteten sich dank kaltblütiger Abschlüsse der Rückraumshooters und disziplinierter und koordinierter Defensive ein erstaunliches Pausenresultat von 15:3, welches vom grossartigen Publikum frenetisch bejubelt wurde.

In der Kabine wurde vehement darauf hingewiesen, dass erst eine Halbzeit gespielt sei und somit das Spiel noch nicht zu Ende ist. Nun beweise sich die Moral der Mannschaft, diesen dominanten Auftritt weiterzuführen, sich jedoch nicht von den Emotionen leiten zu lassen, um einem zermürbenden Kampf mit Muri auszuweichen.

Gesagt, getan. Der HVO liess sich während der gesamten Spielzeit nie aus dem Konzept bringen. Obwohl sich jeder des gesamten Teams Bestnoten für diesen Sieg abholt, stach eine Figur bei der SG besonders heraus: Torhüter Tim Büsching. Mit einer 64%-Quote aus zwölf teilweise spektakulären Paraden liess sich der HVO-Rohdiamant in der 50. Minute unter tosendem Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer in der Giroudhalle auswechseln.
Zudem gelang dem 17-jährigen Debütanten Patrick Rudolf bei seinem ersten Aufgebot in der Erstliga der verdiente Eintrag in die Torschützenliste.

Der HVO gewinnt also diskussionslos gegen den ungefährlichen Gegner aus Muri und setzt seine Erfolgsserie weiter fort.

Nico Schwab