Gegen die Gäste aus Uster konnte man in der laufenden Saison bereits dreimal antreten. Die beiden Teams kannten sich dementsprechend gut und wussten, worauf sie sich gefasst machen mussten. Etwas zu verlieren hatten eigentlich nur die Oltnerinnen, die nach drei Siegen aus vier Spielen als Favoritinnen in dieses Spiel gingen. Klar war auch, dass die Red Dragons bis zur letzten Minute kämpfen würden, um diese zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Die ersten fünf Minuten der Partie zeigten sich entsprechend ausgeglichen. Auf beiden Seiten wurden drei Tore erzielt. Durch technische Fehler und eine Zwei-Minuten-Strafe der Gegnerinnen vermochte es der HV Olten ab der 6. Spielminute in Führung zu gehen und diese trotz einer Zeitstrafe auf sieben Tore auszubauen (10:3). Danach zeigte die Torhüterin der Zürcherinnen einige starke Paraden und brachte damit ihre Mannschaft wieder ins Spiel zurück (10:6). Nach dieser Schwächephase des Heimteams witterten die Gäste ihre Chance und griffen noch einmal hartnäckig an. Sie nutzten die Schwachstellen der Verteidigung aus und konnten sich Tor für Tor erarbeiten. Auch das Team-Time-Out half beim HV Olten nicht viel weiter, so dass zur Pause mit 13:10 wieder ein relativ ausgeglichenes Resultat auf der Anzeige stand.

Die Fehler wurden in der Pause schnell gefunden. Man hatte sich zu sehr auf unwichtige Kleinigkeiten konzentriert, zudem liess die Laufbereitschaft in der Verteidigung zu wünschen übrig. In der zweiten Halbzeit sollten diese Punkte korrigiert werden, damit das Spiel nicht noch eine unschöne Wendung einnehmen konnte.

Die zweite Halbzeit startete ähnlich ausgeglichen wie die erste. Die beiden Mannschaften wechselten sich ab mit Toren, Paraden und technischen Fehlern. Dadurch betrug das Resultat nach zehn gespielten Minuten im zweiten Durchgang 19:15.

Danach vermochten es die Spielerinnen der Dreitannenstadt ihren Vorsprung immer weiter auszubauen. Nach fünfzig gespielten Minuten betrug der Abstand sieben Tore (27:20). Auch die Zeitstrafen für die Gastgeber, die nicht überall auf Verständnis stiessen, konnten nichts mehr daran ändern, dass auch diese zwei Punkte den Oltnerinnen gutgeschrieben werden. Dem Heimteam gelang es schlussendlich, sein Torverhältnis mit dem Endresultat von 33:24 aufzustocken.

Cedrine Zanitti