Der ATV/KV Basel wurde vom Trainerduo Bichsel-Müller als einer der stärkeren Gegner der Finalrunde eingestuft. Dies zeigte sich auch in der Tabelle, wo sich die Baslerinnen lange auf dem ersten Platz hielten. Im für die Oltnerinnen vierten Spiel hiess es am letzten Wochenende nun, gegen die starken Nordwestschweizerinnen anzutreten.
Die Auseinandersetzung mit dem Gegner ergab, dass es sich um eine aus der 2. Reihe wurfstarke Mannschaft handelte. Daher war für das Trainerduo klar, dass dem mit einer offenen Abwehr entgegengehalten werden musste.
Die Strategie ging auf und den Oltnerinnen gelangen in den ersten 10 Spielminuten fünf Tore, wohingegen Basel im Angriff keine Antwort auf die offensive Deckung fand. Unterstützt durch die stark auftretende Torhüterin konnte das erste Tor des Heimteams erst in der elften Spielminute erzielt werden (1:5). Eine Zweiminutenstrafe für die Grünweissen brachte die Mannschaft kurz etwas aus dem Konzept, so dass nach 14 Spielminuten ein 3:6 von der Tafel zu lesen war. In der 18. Minute bei einem Spielstand von 3:8 waren die Gegnerinnen dann aber gezwungen, das erste Team-Time-Out zu nehmen. Auf beiden Seiten folgten nun einige Tore, wobei es die Solothurnerinnen vermochten, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Zur Pause gelang es dem Gastteam sogar, den Abstand auf acht Tore zu vergrössern und so mit einem guten Polster in die Pause zu gehen (9:17).

In der Pause wurde die gute Deckungsarbeit gelobt und darauf beharrt, an den langen Laufwegen festzuhalten. Zudem wurde verlangt, in der 2. Welle das Tempo hochzuhalten sowie im Positionsangriff geduldig die Chancen auszuspielen. Die ersten zehn Minuten verliefen zwischen den beiden Mannschaften ausgeglichen, in der 41. Minute stand es 14:22, wobei die Oltnerinnen einige gute Chancen nicht verwertet hatten und es so nicht vermochten, den Abstand zu vergrössern.
Das Heimteam ergriff seine Chance und nutzte die technischen Fehler der Dreitannenstädterinnen aus, sie konnten so den Abstand immer weiter verkleinern und schafften bis zur 48. Spielminute den Abstand auf drei Tore zu verkürzen (19:22).
Die Oltnerinnen merkten, dass sie nun noch einmal auf das Gaspedal drücken mussten und gingen wieder mit mehr Konsequenz in die Lücken. Belohnt wurden sie mit zwei aufeinanderfolgenden 7-Metern, die Ivana Ravlic souverän verwandelte. Auch Jana Wyss zeigte sich in der Schlussphase als sehr torsicher und verwertete ihre Chancen, so dass der Abstand wieder auf beruhigende fünf Tore für die letzten fünf Spielminuten erhöht werden konnte. In der Schlussphase zeigten sich die Oltnerinnen damit wieder etwas abgeklärter und konnten am Ende mit einem klaren Sieg den Heimweg antreten. Das Endresultat betrug 24:31.

 Cedrine Zanitti