Sieben Jahre als Anschieber sind genug. Zusammen mit seinem neuen Anschieber, dem Zuger Gregory Jones, absolvierte der 27-jährige eine zweimonatige Vorbereitung im Eiskanal. In Oberhof (D) ging es vor allem darum, sich schnellstmöglich an Mensch und Material zu gewöhnen. Der 25-jährige Jones, der als 10-Kämpfer aus der Leichtathletik kommt, sammelte dabei ersten Erfahrungen im Eiskanal. «Es war eindrücklich zu sehen, was Gregory bereits in den ersten Trainings für Zeiten schob, ohne das Anschieben wirklich trainiert zu haben», sagt Friedli.

Verkuppelt wurden die beiden von Jürg Rohr, dem jahrelangen Mechaniker von Rico Peter.
Die letzten Trainingswochen in Königssee (D) und Altenberg (D), Austragungsorte der ersten beiden Europacup-Wochenenden, waren enorm wichtig, um das Material, allen voran die Kufen, weiter zu verbessern. Der Abschluss der Vorbereitung erfolgte in Winterberg (D) im schnellsten Eiskanal Deutschlands. Dabei wurden die Startzeiten, einer der grossen Stärken des neuen Duos, weiter perfektioniert. Insgesamt absolvierte das Bobteam Friedli, dessen Fernziel die Olympischen Winterspiele 2022 in China sind, auf den vier Bahnen über 100 Fahrten.


Im Rahmen der Europa-Cup-Rennen in Altenberg startet Simon Friedli diese Woche (6. + 7.12.18) nun erstmals als Pilot und Teammanager in die Saison. Eine Woche später stehen die Rennen in Königssee an. Der Fokus liegt zunächst auf Europacuprennen im Zweierbob, auch wenn der Verband bei guten Resultaten einen Start im Weltcup in Aussicht gestellt hat. Bereits Ende Dezember (29.12.18) steht mit den Schweizermeisterschaften in St. Moritz ein erstes Highlight auf dem Programm.