Der Beginn der Partie verlief nicht nach Wunsch der Gäste aus Solothurn. Da die Jungkadetten gleich mit 2 Toren vorlegten, musste der TVS von Beginn weg einem Rückstand hinterherlaufen.

Wie bereits in den letzten Partien konnten die Solothurner ihre Chancen oft nicht nutzen und scheiterten mehrmals am gegnerischen Torwart. Zwischenzeitlich wies Kadetten-Hüter Elia Schaffhauser (heisst tatsächlich so, Anmerkung der Redaktion) in der ersten Hälfte eine beängstigende Abwehrquote von über 60 Prozent aus.

In der Verteidigung stand die Equipe von Trainer Marco Kurth zwar stabil, hatte allerdings grosse Mühe, das Zusammenspiel zwischen Kreisläufer und Rückraum zu unterbinden. Dies führte gleich reihenweise zu Siebenmeter-Würfen, welche die Kadetten Espoirs souverän verwandelten.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Solothurner zum ersten Mal zum Gegner aufschliessen und glichen zum 11:11 aus (27. Minute). Doch die Gäste verspielten ihre gute Ausgangslage umgehend wieder. So wurde der harte Kampf um den Anschluss letztlich wegen mehrerer Unachtsamkeiten vor der Pause nicht belohnt. Die Schaffhauser gingen mit einer angenehmen 14:11-Führung in die Pause.

Kein Vorbeikommen in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel begannen die Ambassadoren konzentrierter. Sie konnten dank der Leistungssteigerung den Rückstand innert neun Minuten aufholen und zum 18:18 ausgleichen. Gleich wie in der ersten Halbzeit folgte daraufhin aber ein weiterer Leistungsabfall. Und nur wenige Minuten später führte das Heimteam sogar mit vier Toren Differenz (45./22:18).

In dieser Phase dürften wohl die meisten damit gerechnet haben, dass die Partie gelaufen ist. Doch die Solothurner steckten nicht auf und glaubten weiterhin an ihre Chance. Andere Mannschaften haben schon vergleichbare Rückstände gegen den TVS aufgeholt. Wieso sollte es also nicht einmal umgekehrt sein?

Und tatsächlich konnte sich Solothurn langsam aber stetig wieder zurückkämpfen. Mehr als das, dem TVS gelang in den Schlussminuten sogar noch die Wende.

In den letzten 15 Minuten agierten die Gäste zielstrebiger im Angriff und unterbanden in der Defensive die gegnerischen Versuche wesentlich vehementer. Zudem schadeten sich die Schaffhauser mit mehreren Zweiminuten-Strafen in der Schlussphase gleich selber.

Der TV Solothurn wusste die Überzahl-Situationen gekonnt auszunützen und konnte dank guter Abstimmung in der Verteidigung alle Schaffhauser Versuche vereiteln. Die Matchuhr zeigte 50:13 an, als die Jungkadetten ihren 24. Treffer erzielten. Es sollte an diesem Tag ihr letzter bleiben.

Fast zehn Minuten hielten die Gäste aus Solothurn ihren Kasten dicht. Die erstmalige Führung im Spiel rund vier Minuten vor dem Abpfiff war denn auch dank der starken Abwehrleistung verdient. Mit einem Penalty sicherte Marco Kurth seiner Truppe kurz vor Schluss den Sieg.