Ausstellung im NäijereHuus

16.06. – 02.07.2017

An der jetzigen Ausstellung sind – in Bezug aufs NäijereHuus - Werke von zwei „etablierten“ Künstlerinnen und einem „Newcomer“ zu sehen.

Samuel Hofer, Sohn von Marlen Hofer, stellt die zwei Künstlerinnen vor.

Vor etwa 25 Jahren hatte Marlen Hofer mit der „Töpferei“, die sie in jungen Jahren intensiv gepflegt hatte, wieder begonnen, sich in ihrem Heim in Winistorf ein Atelier eingerichtet und mit eigenen Brennöfen ausgerüstet. Sie holte sich bei befreundeten Töpferkünstlern und –künstlerinnen das handwerkliche Rüstzeug und besuchte gezielt Kurse. Alle Objekte in der Ausstellung sind aufgebaut, „frei-händig“, d.h., Marlen Hofer verwendete auch für ihre aufgebrochenen Vasen, Kugeln und Klangschalen keine Töpferscheibe. Sie verwendete aber verschiedene Lehm- bzw. Tontypen und testete verschiedene Brennvorgänge. Ihre Objekte sind eigenwillig, manchmal auch etwas eigensinnig, aber immer mit einem grossen Mass an Fantasie. Oft ist ein gewisser Schalk herauszuspüren, und ein starker Hang zu Märchenhaftem und Fantastischem gehört zu ihren Werken.

„ICH MALE FARBE”! Sara Capretti malt, weil sie malen MUSS. Diese Aussage ist klar, ehrlich und verständlich. Wenn Sie nicht wissen, WARUM Ihnen ein Bild gefällt – ist das aufregend. Und wenn Ihnen die Bilder überhaupt nicht gefallen, ist das in Ordnung - und spannend. Sie fragen nach Geschichten hinter ihren Bildern? Da gibt es bestimmt viele Geschichten, die sie inspiriert haben, eher zu einem Ocker, als zu einem Flaschengrün zu greifen. Geschichten, die sie in irgendeiner Form inspiriert haben, auf einem Waldspaziergang mit ihrem Hund, beim Abwasch, beim Betrachten des Abendhimmels, beim Unkraut jäten, Autofahren, im Alltag eben: Leben und denken und verwerfen und wiederholen. Sich erinnern, vergessen, sich erinnern wollen und manchmal nicht können. Aber die WAHREN Geschichten, die Sara Capretti interessieren, die SIE interessieren sollten, sind DIE Geschichten, die bei Ihnen – den BETRACHTERN – entstehen. Ihren Bildern sind deshalb „ohne Titel“.

Raymond Bieri stellt sich den Vernissage-BesucherInnen selber vor. Er begann vor über zehn Jahren mit Malen. Es war eine „Wiederentdeckung“, denn in der Schulzeit hatte Zeichnen und Malen für ihn einen grosse Bedeutung. Mit einfachsten Mitteln begann er. Was er nun präsentiert sind grossformatige Bilder, die er in verschiedenen Techniken und mit verschiedenen Materialien ausführt und oft zu einer Collage zusammenführt: Stimmungsbilder und Portraits, Bilder, die sich spontan entwickeln. Bilder entstehen aber auch im Auftrag von Kunden, die mit ihren Wünschen an ihn herantreten; dabei entsteht in einem spannenden Prozess ein „Gemeinschaftswerk“. Mitgebracht hat er zudem Metallobjekte für den Gartenbereich. Die Kreativität bleibt. Kunst und Handwerk treffen sich zu Kunsthandwerk.

Öffnungszeiten der Galerie: Sa/So 14 – 17 Uhr, Mi/Fr 18 – 20 Uhr

Für das NäijereHuus - gsh