Die Pflege-Massnahmen für den Naturpark wurden wie letztes Jahr durch Marcel Dasen, dipl. Umweltingenieur FH der Aarauer Firma Spatteneder Oekologie AG vorbereitet. Aufgeteilt wurden die Arbeiten zwischen dem Zivilschutz und dem Forstdienst der Bürgergemeinde Olten. Während sich der Forstdienst um die grösseren Mäharbeiten kümmerte, war der Zivilschutz vor allem für das Jäten, das Auslichten von Hecken, das Zusammennehmen von Steinen, das Wegräumen von Abfall sowie das Ausreissen von Gehölze und invasiven Neophyten zuständig.
Einheimische Raritäten finden Platz
Invasive Neophyten sind Pflanzenarten, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 nach Europa eingeschleppt wurden. Sie breiten sich unkontrolliert aus und verdrängen einheimische Pflanzen. Zu den hartnäckigsten Neophyten im Naturpark Olten SüdWest gehört die Goldrute. Bei der Instruktion zeigte Umweltingenieur Marcel Dasen auf Fotos die Wirkung der Pflegearbeiten der vergangenen Jahre. Tatsächlich konnten unerwünschte Pflanzen zurückgebunden werden, was sich für die Entwicklung von einheimischen Arten und für den Lebensraum für Vögel, Amphibien und Insekten positiv ausgewirkt hat. So finden sich heute im Naturpark zum Beispiel Raritäten wie das Rosmarinblättrige Weidenröschen (Epilobium dodonaei) in grosser Anzahl.
Unter der Leitung von Maj Christian Bühlmann standen im Naturpark rund 20 Zivilschützer an fünf Tagen im Einsatz. Während der letztjährige Einsatz im April bei garstigem Wetter stattfand, kämpften die Zivilschützer dieses Jahr mit der drückenden Hitze. Damit die grossflächigen, körperlich anspruchsvollen Handarbeiten wunschgemäss erledigt werden konnten, begann die Gruppe an einzelnen Tagen bereits um sechs statt erst um acht Uhr. Dafür wurden die Zivilschützer an den Nachmittagen früher entlassen.
Weitere Arbeiten im Kloster und im Wildpark
Gleichzeitig zu den Arbeiten im Naturpark leistete die regionale Zivilschutzorganisation drei weitere Einsätze zu Gunsten der Gemeinschaft. So räumten in der Missionsprokura beim Kapuzinerkloster Olten unter der Leitung von Roland Hunziker sechs Zivilschützer einen durch Wasserschaden beschädigten Raum inklusive Holzboden vollständig aus. Im Wildpark Mühletäli bauten vier Zivilschützer die Wege aus. Dieser Einsatz stand unter der Leitung von Alessandro Vitelli. Und schliesslich organisierten unter der Leitung von Hptm Thomas Lüthi fünf Zivilschützer einen Lagerverkauf von überschüssigem Material der regionalen Zivilschutzorganisation in der Stadthalle.
Für den Zivilschutz sind die Einsätze im Naturpark und zu Gunsten der Gemeinschaft einerseits eine gute Anlage, um die Zusammenarbeit in kleinen Gruppen zu üben, neue Führungstalente zu entdecken und um die Kameradschaft zu fördern. Gleichzeitig wird damit auch die obligatorische Schutzdienstleistung für die Angehörigen des Zivilschutzes gemäss Bundesgesetz erfüllt.