Solothurn

«Weg vom Fenschter» Aufführung des Theater-Freikurses der Kantonsschule Solothurn

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Weg vom Fenschter

 Der Theater-Freikurs der Kantonsschule Solothurn brachte vergangenen Dienstag in der Aula ein besonderes Theaterstück zur Aufführung „Weg vom Fenschter“. Dreizehn Schülerinnen hatten sich für den Freikurs angemeldet – keine Schüler. Wie kommt das? Was macht das mit der Gruppe? Was wäre mit Jungs anderes? Aus diesen Fragen entwickelte der Kurs unter Leitung von Hanspeter Bader Szenen aus Improvisationen; alle zum Thema: Wie lebt es sich in einer männerlosen Gesellschaft.

So wurde seit Januar einmal wöchentlich intensiv geprobt und es entstand die sehr gelungene Aufführung „Weg vom Fenschter“. Auf humorvolle, selbstkritische und manchmal ironische Weise wurde über Klischees vom Mannsein und Frausein nachgedacht und vor allem zum Nachdenken angeregt. Da durfte auch der Song von Herbert Grönemeier nicht fehlen; „Wann ist ein Mann ein Mann?“ Das mehrstimmig acappella vorgetragene Lied war sicherlich ein Höhepunkt des Abends und machte deutlich: Wenn die Männer selber nicht wissen, was sie ausmacht, wie sollten es dann die Frauen wissen! Die Schülerinnen zeigten sich hier und in den anderen Szenen als besondere Gesangs- und Schauspieltalente.

Wie verläuft ein Klassentreffen, wenn es nur noch Frauen gibt? Wie eine Redaktionskonferenz ohne Männer? Wie wachsen Kinder auf ohne Kenntnis des anderen Geschlechts? Welche männlichen Verhaltensmuster werden von Frauen übernommen oder sind es gar keine geschlechtstypischen sondern temperamentsabhängige Muster? In einer szenischen Collage stellten die dreizehn jungen Frauen diese Fragen, gaben Gedankenanstösse ohne fertige Antworten zu liefern. Doch eins wurde deutlich – Männer sind speziell, Frauen auch. Jede und Jeder hat Eigenheiten und das macht das Leben spannend und abwechslungsreich. Das brachte das spannende, unterhaltsame und abwechslungsreiche Theater zum Ausdruck.

 Das zahlreiche Publikum, darunter viele Eltern, Lehrerinnen, Lehrer, Klassenkameradinnen und Klassenkameraden verdankten die Aufführung mit kaum enden wollendem Applaus.

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