Boningen Am Freitag führten Schule und Kindergarten ihren Clean up-Day durch

Im Zweijahres-Rhythmus führt die Umweltschutzkommission (UWK) ihren mittlerweile zur Tradition gewordenen Clean up-Day an der Schule Boningen durch. Laut UWK-Präsident Stephan Rauber geht es darum, die Kindergarten- und Schulkinder an diesem Morgen für Umwelt-Anliegen zu sensibilisieren.

Rauber startete das Programm früh am Morgen mit einem Theorie-Teil in der Turnhalle. Anhand von zwei Lehrfilmen führte er den Kids vor Augen, welche Auswirkungen es haben kann, wenn die Menschen zu ihrer Umwelt keine Sorge tragen: Der eine Film befasste sich – sehr aktuell – mit der Plastik-Problematik, der andere zeigte auf, auf welche Art Abfall auch spielerisch eingesammelt werden kann. Der UWK-Präsident wusste dabei die Aufmerksamkeit der Kindergärtler und Schulkinder sehr zu schätzen.

Sechs Gruppen in Wald und Quartieren

Nach der grossen Pause, in der Rauber und die Lehrkräfte den Kleinen mit einem Imbiss zur Stärke verholfen hatten, ging es darum, das Gelernte in die Praxis umzusetzen: Ausgerüstet mit Abfallsäcken, Handschuhen und Leuchtwesten, wurde unter der Leitung der Lehrkräfte in sechs Gruppen in verschiedenen Teilen des Dorfes sowie in den angrenzenden Wald- und Aareufer-Abschnitten der dortige Zivilisationsmüll eingesammelt. Berücksichtigt wurden dabei die Abschnitte Gemeindekanzlei-Fahrweg-Anlegestelle Militär; der Rundkurs Dorfstrasse-Aareweg-Fischerhütte-Weiher; der alte Kappelerweg; die Quartiere Breite Ost / Hölzli; die Bereiche Bättel und Gsteigli und die Waldgebiete Eichliban sowie Kieswerk / Fulenbacherstrasse / Grenzweg. Dabei wurde darauf geachtet, die Kids so wenig wie möglich dem Durchgangsverkehr auszusetzen.

Nach rund zweistündigem Einsatz kam einiges an Unrat zusammen; die deponierten Säcke wurden vom UWK-Präsidenten fortlaufend auf sein privates Einachser-Fahrzeug verladen und zur Schnäggehalle gebracht. «Rund 800 Liter dürften es wohl sein», bilanzierte Rauber. Und die «Ausbeute» brachte einen repräsentativen Querschnitt an Müll zutage, die bei einer solchen Aktion anfallen können: Von der Petflasche über Alteisen und den gefüllten, aber liegengelassenen Sack an der Aare bis hin zu einem Satz kompletter Räder, die die Kindergärtler im Eichliban aufgespürt hatten, war alles dabei. – Die Kids waren mit Eifer und Ausdauer bei der Sache und hatten sichtlich Spass. Damit dürfte der Zweck des Morgens erfüllt worden sein.

                                                Von Beat Wyttenbach (Text und Fotos)