Zuchwil

Vom FC Basel Profi zum Brückenbauer

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Im Namen des Vereins «Zusammen in Zuchwil» begrüsste Yildiz Demir (Co-Präsidentin) am 15. Mai im Lindensaal Zuchwil den ehemaligen Profifussballer Stephan Frey und viele Gäste. Stephan Frey gründete in Bern das «Netzwärk», ein Verein, der geflüchteten Menschen die Türe in die Arbeitswelt öffnen will.

Einen sanften Einstieg in den Abend ermöglichten der Oud-Spieler Youssef Bouizy und die Violinistin Liora Heppner. Sie machten mit ihren Stücken sinnlich wahrnehmbar, was sie in ihren einleitenden Worten als Merkmal ihrer Musik bezeichneten: «Unsere Musik verbindet Kulturen und schafft Heimat».

In einer Aufwärmrunde befragte Elisabeth Meyer (Co-Präsidentin) Stephan Frey zu verschiedenen Aspekten und Etappen seines Lebens. Dabei erzählte dieser unter anderem von der Gruppendynamik in der Profimannschaft, in der die Leistung zentral war und die Nationalität nie eine Rolle spielte. Schwierig war für Stephan Frey der Abschied vom Leben als Fussballprofi. Nicht nur fehlten ihm Ausbildung und Berufserfahrung, es fehlte mit dem Wohnortwechsel nach Bern auch ein tragfähiges Beziehungsnetz. Dank Menschen, die an ihn glaubten, ihm eine Chance gaben und die Rolle von «Türöffnern» übernahmen, holte er eine Ausbildung nach und schaffte den Einstieg ins Berufsleben.

Die Erfahrung mit Türöffnern war zentral, wie Stephan Frey in seinem anschliessenden Referat erläuterte. Er wollte zusammen mit seinem besten Freund selbst Türöffner für andere Menschen werden und gründete den Verein Netzwärk in Bern. Zwei Tätigkeitsfelder des Vereins hat Stephan Frey – illustriert mit vielen Bildern – in Zuchwil besonders beleuchtet: Der Catering-Service und das «Inclusion Programm». Der Catering-Service bietet Flüchtenden eine Arbeitsstelle in der Gastronomie. «Wir haben sogar für Simonetta Sommaruga gekocht», schwärmte Stephan Frey. Mit dem Inclusion Programm werden die Teilnehmer in einem dreimonatigen Trainingsprogramm auf den Schweizer Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Zielsetzung beider Projekte fasst Stephan Frey so zusammen: «Netzwärk will, dass die geflüchteten Menschen ihr grosses Potenzial abrufen können».

Nach der Beantwortung von Publikumsfragen kamen die Anwesenden nochmals in den Genuss von Musikstücken des Duos. Den Abschluss des Abends bildete ein Apéro, welcher der Verein Zusammen in Zuchwil spendierte.

Der Verein Zusammen in Zuchwil engagiert sich seit genau
10 Jahren mit seinen Angeboten für Integration, Verständnis, Toleranz und gutes Zusammenleben der Bevölkerung Zuchwils. In Zuchwil leben Menschen mit rund 80 verschiedenen Nationalitäten – wir sind Zuchwil!

Martin Heeb (Co-Präsident)

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