Olten

St. Nikolaus mit Gefolge macht Halt in Olten

megaphoneaus OltenOlten

Hunderte von Kindern und Erwachsene warteten gespannt vor oder in der Marienkirche in Olten auf den St. Nikolaus. Am Spätnachmittag des vergangenen Samstags traf der Bischof Nikolaus aus der Mittelmeer-Hafenstadt Myra kommend mit Schmutzli und den beiden Eseli Wally und Hildi bei der Marienkirche ein. Begrüsst von Pater Josef begaben sich Nikolaus und Schmutzli in die fast voll besetzte Marienkirche, wo der rotgewandete langbärtige Mann mit seinen dunklen Gesellen vom Kinderchor mit fröhlichen Liedern begrüsst wurde. Nach der offiziellen Begrüssung durch Pater Josef und der lustigen Geschichte “Der Samichlaus im Winterwald“ sang der Kinderchor noch einmal ein herziges Nikolauslied, bevor Nikolaus und seine Helfer sich auf die letzte Etappe seines langen Weges durch die schön und adventlich beleuchtete Stadt Olten zur St. Martinskirche machte.

Die neue Trychlergruppe der St. Nikolaus-Gruppe Olten (SNGO) wartete schon ungeduldig an der Spitze des Trosses, um ihr in intensiven Schulungen angeeignetes Können zum Besten zu geben. Die farbenprächtigen Iffelen der SNGO und der St. Nikolausgesellschaft Wangen bei Olten leuchteten dem Nikolaus und den vielen Menschen den Weg bis zur Stadtkirche aus. Ein ganz besonderer und mystischer Moment war, als der Tross über die adventlich beleuchtete alte Holzbrücke und durch die Altstadt marschierte. Der Weg durch die Hauptgasse, gesäumt von den schönen Altstadthäusern, gab dem dumpfen und archaischen Klang der Trycheln eine besonders eindrückliche Note. Vor der ehrwürdigen Stadtkirche St. Martin machte der Tross einen Zwischenhalt, wo der christkatholische Pfarrer Fehringer den St. Nikolaus mit Gefolge herzlich begrüsste. Er betonte auch die gute ökumenische Zusammenarbeit, die ganz im Sinn und Geist des Heiligen Bischofs aus Myra entsprach. Nach dem Liedervortrag des Kinderchors begab sich der St. Nikolaus auf das letzte Wegstück zur St. Martinskirche. Flankiert von den wundervollen Iffelen und begleitet von den beiden Eseli schritt der würdige Bischof zur Kirche. Es schien als würde das voluminöse und erhabene Geläut zu St. Martin den St. Nikolaus und den ganzen Aussendungstross noch lauter begrüssen. Pater Paul empfing den St. Nikolaus herzlich und beweihräucherte den Heiligen Mann mit wohlriechendem Weihrauch. Es folgte der feierliche Einzug in die grosse St. Martinskirche, wo Nikolaus auf dem Thron unter dem Altarbaldachin und vor dem Altartisch Platz nahm. Pater Paul begrüsste den gütigen Mann mit herzlichen Worten und der sehr aktive und wohlklingende Kinderchor gab sein Bestes. Dies berührte und freute die Menschen, ob klein oder gross, sehr. Nach den lieben Dankesworten und dem Segen von Nikolaus forderte er alle Kinder mit ihren Eltern auf, mit ihm in den Josefssaal zu kommen, damit er sich die Versli und Lieder anhören konnte und die lieben Schmutzli’s endlich ihre schweren Säcke leeren konnten. Nach dem anstrengenden Nachmittag zogen sich Nikolaus und seine Helfer zurück, um sich zu erholen. Denn nächste Woche gibt es viel zu tun! Viele Kinder und Erwachsene wollen besucht und keiner darf dabei vergessen werden.

Der Präsident der SNGO, Robert Käppeli, freut sich, wenn sich an diesem schönen und freudebringenden Brauchtum Interessierte bei www.nikolausolten.ch melden.

Meistgesehen

Artboard 1