Grenchen

SPITEX Grenchen- Ein Einblick in die ambulante Psychiatrie

megaphoneLeserbeitrag aus GrenchenGrenchen
Zielorientierte Förderung des Selbstmanagement

Zielorientierte Förderung des Selbstmanagement

Das Leben, alleinerziehend mit Kleinkindern, kann sehr erschöpfend und anstrengend sein. Eine psychische Erkrankung wirkt in diesem Zustand zusätzlich belastend. Es zeichnen sich Symptome ab wie sozialer Rückzug, mangelnde Lebensfreude und den Verlust der Teilhabe an der Gesellschaft.

Wir drei Pflegefachfrauen im Bereich Psychiatrie von der ambulanten psychiatrischen Spitex der Spitex Grenchen begegnen im Rahmen unserer Tätigkeit immer wieder solchen Menschen und Situationen. Wir begleiten Klienten professionell, ganzheitlich und zielorientiert in der Förderung des Selbstmanagements, indem wir therapeutische Gespräche führen und dadurch eine professionelle Beziehung und einen Vertrauensaufbau erreichen. Ressourcen werden gefördert.
Wir beraten sie auch bezüglich ihrer psychischen Erkrankung und den Schwierigkeiten im Alltag. Dazu gehört auch das reaktivieren der sozialen Teilhabe mit dem Ziel aus der Einsamkeit zu gelangen, sowie das gemeinsame erarbeiten einer Tagesstruktur.

Ein pflegerisches Gruppenangebot ist eine wichtige Massnahme in der Begleitung von psychisch Erkrankten, um im Alltag und im sozialen Umfeld besser zurecht zu kommen

Da es zudem in Grenchen kaum ein Angebot für Eltern mit Kindern unter 2 Jahren gibt, zeichnete sich das Bedürfnis ab für ein vorerst einmaliges Treffen in einem neutralen Rahmen. Gelegen kam uns die Zeit vor Weihnachten, in welcher das Gefühl der Einsamkeit und der Wunsch in einer Gemeinschaft eine schöne Zeit zu verbringen, vermehrt zu spüren ist.

Die Kita Teddybär in Grenchen, unter der Leitung von Monika Zoss, stellte uns dazu einen wunderschönen Raum mit vielen Spielsachen für die Kinder zur Verfügung. Unsere Klientinnen konnten hier unter Anleitung von zwei Pflegefachfrauen zwei Stunden aus ihrem belastenden Alltag fliehen und bei Kaffee und Kuchen eine ungezwungene Zeit verbringen. Es bestand die Möglichkeit, Kontakt zu Gleichgesinnten zu knüpfen und zu üben, wie man sich im sozialen Austausch mit Anderen bewegt.

Als wichtiger Anteil an diesem Treffen hatten die Frauen im Rahmen unserer therapeutischen Arbeit die Möglichkeit ihre Ressourcen zu aktivieren indem sie Süssigkeiten gebacken und uns mitgebracht haben.

Das Fazit des Treffens war durchwegs positiv.
Die Kinder konnten frei von allen Sorgen spielen. Die Frauen lernten sich wieder ohne Angst und Scham in der Aussenwelt zu bewegen. Solche Psychiatrische Gruppenangebote sind sehr wichtig, damit unsere Klientinnen die positive Erfahrung machen konnten, dass sie eine Interaktion in der Gesellschaft alleine bewältigen können, was ihre Selbstbestimmung und das Selbstvertrauen wieder fördert. Es entstanden Kontakte unter den Frauen, welchen ihnen die Möglichkeit bietet, diese nun selbstständig weiter zu führen.

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