Olten

Rückkehr in die Schulbank

megaphoneLeserbeitrag aus OltenOlten
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Jahresversammlung der ehemaligen freisinnigen Kantonsrätinnen und Kantonsräte aus dem Kanton Solothurn.

Mehr als 50 Frauen und Männer konnte Elisabeth Schibli (Olten), Präsidentin der Vereinigung freisinnigjungliberaler alt Kantonsrätinnen und Kantonsräte, zur Jahreszusammenkunft im Wasseramt willkommen heissen.

„Das Leben feiern" hatten die Organisatoren aus dem Bezirk als Motto gewählt, und das traf bestimmt auf den ältesten Teilnehmer zu, den 93-jährigen Willy Emch (Solothurn), Kantonsratspräsident von 1971. Als Gast war auch der neue kantonale Parteipräsident Christian Scheuermeyer (Deitingen) zugegen, der über seine Absichten und Ziele berichtete. Es ist eher ungewöhnlich, dass ehemalige Mitglieder des Parlaments das Ergebnis ihrer Entscheide vor Augen geführt bekommen - und erst noch feststellen dürfen, dass sie Gutes bewirkt haben. Ein Teil besuchte das neue Oberstufenschulzentrum OZ 13 in Subingen, und Gemeindepräsident Urs Müller (Aeschi), Präsident des Zweckverbandes Schulkreis Wasseramt Ost, erhielt manches Kompliment für das Bildungshaus der 13 Gemeinden. Die historische Komponente lag darin, dass der Kantonsrat vor 30 Jahren, mit der Behandlung von Beschwerden gegen die Schulkreisbildung im äusseren Wasseramt am 26. November 1979, gewissermassen den Grundstein gelegt hatte - auch wenn das Zentrum erst Jahrzehnte später gebaut wurde. Der damalige Erziehungsdirektor Alfred Wyser (Olten) wusste jedenfalls einige „Müsterchen" über die harten Auseinandersetzungen im Kantonsrat zu erzählen, denen - mit anderen Beteiligten - noch weitere folgen sollten.

Andere nutzten derweil das schöne Wetter, um im Garten des „Sternen" in Kriegstetten einen Jass zu klopfen. Die Jahreszusammenkunft ist auch die Generalversammlung der Vereinigung. Sie wurde erstmals von Elisabeth Schibli geleitet, die das Präsidium von Georg Hofmeier (Nuglar) übernommen hat. Von den inzwischen gegen 200 Mitgliedern sind im Berichtsjahr drei verstorben: Carlo Domeniconi (Bettlach), Kaspar Gyger (Bellach) und Eduard Jaeggi (Seewen). Nachdem zunächst ein Resultat der Bemühungen um ein gutes Bildungswesen im Kanton besichtigt worden war, übernahm im zweiten Teil folgerichtig mit Urs Schaad (Derendingen) ein ehemaliger Lehrer die Moderation. Er konnte klassischluftige Töne in verschiedenen Formationen präsentieren. Doch auch für die von vielen gewünschten Gespräche unter den Ehemaligen blieb Zeit, bevor sich die Zusammenkunft mit der Ankündigung, dass das nächste Treffen im Bezirk Thierstein stattfinden werde, auflöste.

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