Kurzwanderung der Pro Senectute Olten

Von Altbüron nach St. Urban

An- und Rückreise standen unter dem Motto "nur wer tüchtig ausschreitet, kriegt den Anschluss". In St.Urban sicherte unsere  Co-Leiterin das pünktliche Einsteigen beim Bus und damit den Zeitplan der Wanderung.

Wanderleiter Werner Studer begrüsste die 28 Teilnehmenden nachdem der angekündigte sonnige und steile Anstieg bereits überwunden war und sich ein schattiges Plätzchen zum ersten Trinkhalt anbot. Unser Startort Altbüron war mit seinen Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Schulhaus und Verwaltung  ein Vorreiter im Bereich erneuerbarer Energie und kann rund einen Drittel seines Strombedarfs daraus decken. Das Dorf und seine weitere Umgebung liegt in einer südwestlich ausgerichteten Mulde im Tal der Rot, die über St. Urban in das Aaretal führt. Insgesamt rund zweieinhalb Stunden lang waren wir unterwegs. Es ging durch Waldpartien, wo bunt bemalte Holz-Gesichter aus dem Unterholz lugten, dann wieder durch offenes Gelände, mit Blick auf die im Dunst liegende Jurakette. Grosse Apfelbäume säumten unseren Weg. Einige, deren Äste Stützen brauchten, damit sie unter der Last der vielen Früchte nicht zusammenbrachen. Langweilig war es nie und überraschend schnell kamen bereits wieder die beiden markanten Türme der Klosterkirche von St. Urban in Sicht. Dank guter Planung erreichten alle pünktlich die Busstation Sonnhalden. Die Alternative wäre ein mühsamer Strassenmarsch gewesen. Im Klostergarten unter dem grossen Sonnenschirm schmeckten Kaffee und Kuchen und liessen die Müdigkeit schnell vergessen.

Das 1194 gegründete Kloster St.Urban gehört als Zeugnis zisterziensischer Baukunst zu den herausragenden Kulturdenkmälern der Schweiz. Die mittelalterliche Klosterkirche wurde 1711-1717 abgebrochen und im barocken Stil wieder aufgebaut. Heute ist die kantonale Psychiatrische Klinik in den renovierten Gebäuden des ehemaligen Klosters. - Trotz spätsommerlicher Wärme war es wiederum eine Freude, miteinander unterwegs zu sein. 

Heidi Oetiker