Pro Senectute Kurzwanderung

Auf dem Ziebelibuurewäg von Oensingen nach Aarwangen

Am Treffpunkt versammelte sich ein überschaubares Grüppchen, aber im Regionalzug von Olten nach Oensingen stiegen  weitere Wanderlustige zu, sodass Wanderleiter Werner Studer am Start zwanzig Personen begrüssen konnte. Anschliessend blendete er zurück in vergangene Zeiten, als Oensinger-Bauern ihre Zwiebelernte regelmässig zur Verschiffung nach Aarwangen fuhren.  Daher der Name Zwiebelibuure-Wäg. Die heute asphaltierten Wegstrecken durchs Oensinger Industriegebiet führten damals wohl noch durch landwirtschaftlich genutztes Land. Auch der Lärmpegel dürfte vor dem Bau der Autobahn um Einiges niedriger gewesen sein. Nach den Gehöften Im Holz wechselte die Szenerie. Ein wunderschöner Weg schlängelte sich mit nur geringer Steigung durch lichten Wald und war doch breit genug, um zusammen zu plaudern. Sehr erholsam, nach den schnurgeraden sonnigen ersten Abschnitten. Bei der schmucken Waldhütte der Bürgerkorporation Scheuerhof war die letzte Trinkpause. Bald kam das Schloss Aarwangen in Sicht. Das seit sechs Jahren leerstehende imposante Bauwerk geht zurück auf die Zeit um 1300. Damals wurde hier der dritte Flussübergang mit einer Zollstation und einer Burg gesichert. Auf der steilen Schlussstrecke zum Zentrum kamen Einige ins Schwitzen, aber glücklicherweise war sie nicht lange. Auf der gedeckten Terrasse des stadtbekannten Tea Rooms Tierlihus waren für uns Tische gedeckt. Verlockend das vielseitige Angebot an Pâtisserie!

Zum Bahnhof waren es anschliessend bloss ein paar Schritte und in Oensingen blieb genug Zeit zum Abschiednehmen, bevor wir die Heimreise antraten. Auch ohne Zwiebeln im Gepäck hat es Spass gemacht, diese Gegenden zu durchwandern.

Heidi Oetiker