Ende August 2009 fuhren 15 motivierte Zivilschützer der RZSO (regionale Zivilschutzorganisation) Olten unter der Leitung von Oblt Erwin Marbacher für eine Woche nach Stierva, der Patengemeinde von Olten. Bereits zum 7. Mal leisteten die Oltner Zivilschützer einen Einsatz zu Gunsten der kleinen Bündner Berggemeinde, die hoch über dem Albulatal liegt.

Es ist schon beinahe zur alljährlichen Tradition geworden, dass die RZSO Olten eine Woche lang die Gemeinde Stierva bei verschiedensten Arbeiten unterstützt. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass sich ausnahmslos alle 15 Zivilschützer teilweise bereits zum dritten oder vierten Mal für diesen Einsatz freiwillig gemeldet haben.

Gleich nach ihrer Ankunft wurden die Zivilschützer von der Gemeindepräsidentin Daniela Brenn begrüsst. Bevor die ersten Arbeitseinsätze in Angriff genommen wurden, bezogen die Dienstleistenden die Unterkunft in der Zivilschutzanlage und genossen das Mittagessen im Restaurant Belavista. Anschliessend führten Roman Brenn vom Tourismusverein, der Gemeindearbeiter Claus Andermatten, der Revierförster Carlo Guetg sowie Giatgen Federspiel die Zivilschützer in die zu erledigenden Arbeiten ein, welche wie so oft sehr vielfältig waren: Unter anderem galt es den lokalen Wanderweg „Veia Mulegn" an diversen Stellen auszubessern und die zugehörigen Wanderwegmarkierungen zu erneuern, eine Infotafel des Tourismusvereins zu renovieren und auf dem Schulhausplatz einzubetonieren. Ebenso mussten die Banden auf dem Turnplatz vor der Schule ersetzt werden, welche im Winter als Begrenzung der Eisbahn dienen. Weiter erstellten die Zivilschützer auf dem Waldspielplatz ein Podest, welches als Startrampe für die Kinderseilbahn dient. Auf der Alp von Stierva war eine Gruppe mit dem Betonieren eines Schachts zur Fassung einer Quelle beschäftigt, während eine andere Gruppe auf einer Weide einen alten Zaun durch einen neuen ersetzte.

Da die Gemeinde Stierva für die Zivilschützer eine Exkursion organisierte, war der Dienstagnachmittag arbeitsfrei. Zusammen mit mehreren Vertretern der Gemeinde fuhren die Zivilschützer zuerst in die Viamalaschlucht und besuchten anschliessend unter kundiger Führung die Festung Crestawald, die zwischen Andeer und Sufers liegt. Dort wurde dann auch das Abendessen eingenommen.

Am Donnerstag erhielten die Zivilschützer Besuch aus Olten: Franco Giori, Kommandant der RZSO Olten, sowie Lt Simon Gerber besichtigten die verschiedenen Arbeitsplätze. Der Gemeindevorstand lud am Abend den Besuch und die Dienstleistenden zum gemeinsamen Nachtessen ein.

Am Samstagmorgen wurden die Zivilschützer von der Gemeindepräsidentin verabschiedet und erhielten als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit von der Gemeinde ein Präsent. Die Gemeindepräsidentin wünschte sich, dass die Oltner Zivilschützer nächstes Jahr wieder einen Einsatz zu Gunsten ihrer Gemeinde leisteten würden, und äusserte die Hoffnung, mehrere der Anwesenden dann wieder in Stierva begrüssen zu dürfen. (mdi)