"En Kafi mit Schnaps, en Jass und Stumpe“ gehört laut dem Trio Eugster dazu, um den Alltags-Ärger zu vergessen. Für die siebzehn Naturfreunde auf der Skitour auf den Hengst war aber klar: Eine Skitour hat denselben Effekt!

Rekordverdächtige siebzehn Naturfreunde besammelten sich pünktlich um sechs Uhr in der Früh am Bahnhof Sins. Die angekündigte Tour im Gotthardgebiet konnte aufgrund der akuten Lawinengefahr im Gebiet nicht angepeilt werden. Als attraktive Alternative bot sich der Hengst im Entlebuch an.

Am Start beim Parkplatz Hirsegg musste zuerst ausgejasst werden, wer in welcher der beiden Tourengruppen den Aufstieg meistert. Bei freundlichem Wetter und guter Weitsicht konnte im angenehmen Aufstieg das Panorama genossen werden. Nach rund dreieinhalb Stunden und über tausend Höhenmeter, kamen alle Teilnehmenden am Gipfel an. Begeistert von der herrlichen Bergwelt und ihrer eigener Leistung.

Die Abfahrt war dann leider zum „Rauchen“. Übelste Schneeverhältnisse machten jede Kurve zum Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Manch ein Sturz war zu beobachten und das Abfahren unter diesen Bedingungen war Anstrengung pur. So waren alle nach gut der Hälfte der Abfahrt schon auf den „Stümpen“ und die Einkehr in das Alpbeizli „Alp Schlund“ beschlossene Sache.

Und dann, ja dann kam endlich der „Kafi mit Schnaps“ zum Einsatz. Beim fröhlichen Plaudern wurden die spektakulärsten Stürze noch einmal Revue passiert und über das Skitouren gefachsimpelt. So wurde aus der ersten Runde „Kafi met Schnaps“ noch ein Zweite.

Der untere Teil der Abfahrt ging dann wie von selbst. Plötzlich waren Kurzschwünge möglich und die Ski drehten, dass es eine Freude war. „Das nächste Mal trinken wir den „Kafi met Schnaps“ vor der Tour, damit geht es viel einfacher“ war dann auch die verbreitete Meinung. Aber vielleicht lag es doch eher an der tieferen Lage und den durch die Wärme mittlerweile aufgeweichten Schnee.

David Erne