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Luxusprobleme der Naturfreunde am Schamserberg

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Drei tolle Tourentage erlebten 13 Naturfreundinnen und Naturfreunde vom 15. bis 17. März am Schamserberg. Alles problemlos? Nein, da war das eine oder andere Luxusproblem.

Versunken im Schnee
Schon die Anfahrt am Freitag, hielt eine fast 50 cm tiefe Überraschung bereit. Neuschnee! Als Skitourenfahrer gibt es eigentlich nichts Schöneres. In diesem Sinne kann man das Steckenbleiben eines Autos mit vier der Tüüreler auf dem Weg hinauf nach Lohn durchaus als Luxusproblem betrachtet werden, insbesondere weil der zuvorkommende Postautochauffeur die vier unterwegs aufgabelt und an den Start der Etappe brachte. Es schneite den ganzen Tag und im dicken Nebel mussten die Gruppe gar das GPS-Gerät kontaktieren um sicher zu gehen, dass sie auf dem Gipfel – dem Rappakopf angekommen waren. Und die Abfahrt – na ja: Bis weit über die Knie sanken die Abfahrer ein und der nasse und schwere Schnee bremste stark. Völlig durchnässt gings dann ins Café im Nachbardorf Mathon, wo die Kälte in den Gliedern bald der Freude über ein echtes – anstrengendes – Abenteuer wich.

Wenn Träume wahr werden
Was für ein Tag: Sonne pur und weite, neuverschneite Hänge. Der Luxus an diesem Tag lag in Form von weissem Gold am Boden, strahlte in intensivstem blau vom Himmel und blitze aus den vor Freude glänzenden Augen der Skitüüreler aus dem Freiamt. Ein weiterer Luxus war natürlich die erstmalige Leitung einer Naturfreundetour durch den Neuleiter Flurin Burkart.

Ein toller Abschluss
Durch den Luxus, dass die Naturfreunde nun über zwei Tourenleiter verfügen, konnten am letzten Tag zwei unterschiedlich lange Touren angeboten werden. Die eine Gruppe stieg – erneut bei Sonnenschein und schweisstreibenden Temperaturen – auf den Tguma. Nach drei Stunden oben angekommen tobte der Wind, so dass keine Gipfelrast möglich war. Doch auch dieses Luxusproblem ging sofort vergessen, als die Gruppe im Gipfelhang durch pulverigen Schnee die Schwünge machen konnten. Die zweite Gruppe hatte den Runal als Ziel. Der stürmische Wind verhinderte allerdings den Aufstieg auf den Gipfel, wenige Höhenmeter unter dem Ziel mussten auch diese Truppe abfellen und umkehren. Trotzdem bot dieser Tag und diese beiden Touren ein idealer, schöner Abschluss dieser drei intensiven und erlebnisreichen Tage.

David Erne

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