Am Samstag, 1. Juni, führten Mitglieder des Lokalkomitees Olten für die Konzernverantwortungsinitiative eine erste Standaktion am Multikulti Street Soccer Turnier durch. Vor der Schützi informierten sie über die Konzernverantwortungsinitiative. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung stimme sie sehr positiv, sagt Jennifer Kissling vom Lokalkomitee: «Für viele ist es selbstverständlich, dass Konzerne dafür geradestehen sollen, wenn sie das Trinkwasser vergiften oder Menschen mit Gewalt von ihrem Land vertreiben.»

Ein aktueller Fall gibt der Initiative zusätzlich Aufwind: Interholco, ein Konzern aus Baar ZG, steht in der Kritik, weil er im Kongo intakten Regenwald abholzt und so die vom Aussterben bedrohten Flachlandgorillas gefährdet. Das Lokalkomitee Olten sammelte deshalb am Stand Unterschriften für einen Protest-Brief an Interholco.

Das Lokalkomitee, das im November 2018 gegründet wurde, will sich in den kommenden Monaten weiter engagieren und in Olten über die Konzernverantwortungsinitiative informieren. «Heute können skrupellose Konzerne wie Glencore das Trinkwasser vergiften, Menschen vertreiben und ganze Landstriche zerstören. Die Konzernverantwortungsinitiative schafft endlich klare Regeln, um dem einen Riegel zu schieben,» stellt Jennifer Kissling klar. Sie fordert die Bevölkerung der Region Olten auf: «Treten Sie dem Lokalkomitee Olten bei und zeigen Sie damit, dass Schweizer Konzerne für Verschmutzung und Menschenrechtsverletzungen geradestehen sollen.» Aktuell haben sich 30 Personen im Lokalkomitee eingeschrieben. Weitere Informationen unter https://konzern-initiative.ch/lokalkomitee-olten/ sowie https://www.facebook.com/KOVIOlten/

 Text: Jennifer Kissling; Foto: Zvg