Die musikalischen Darbietungen der Kantonsschule Olten bereichern immer wieder das kulturelle Angebot der Stadt Olten. Musiker und Musikerinnen mit hochkarätigen Ausbildungen, die meist auch selbst konzertieren, unterrichten eine ganze Palette von Instrumenten. Auf Blas-, Streich- und Tasteninstrumenten oder im Fach Sologesang musizieren viele der Jugendlichen auf einem beachtlichen Niveau.

Franziska Schumacher, Flötenlehrerin an der Kanti Olten und Initiantin der Klangnacht, begrüsste das zahlreiche Publikum. Die bereits zum achten Mal durchgeführte Klangnacht stand für einmal nicht unter einem themengebenden Motto. Vielmehr wurden musikalische Stärken, Vorlieben und Leckerbissen verschiedenster Epochen und Stilrichtungen individuell und in Ensembles vorgetragen.

Ein Hornensemble eröffnete das Konzert stimmungsvoll mit Werken von Telemann und Susato. Darauf interpretierte Mirjam Saladin ein Hornsolo von Mozart. Klaviermusik, zart intoniert von Leonie Sommer, wechselte sich ab mit zwei Arien von Bizet und Pergolesi, gefühlvoll vorgetragen von Geraldine Steiner und einem Satz aus Beethovens erster Klaviersonate, virtuos gespielt von Lara Bolliger. Einaudis „Nuvole Bianche“ mit Kaan Irmak am Klavier bildeten den Abschluss des ersten Teils.

Im zweiten Block sorgte ein Gitarrenensemble mit zwei Stücken von Bonfà und Di Meola für südamerikanische Stimmung. Ephraim Venditti zeigte sein grosses Können auf der Violine mit Präludium und Allegro von Pugnani-Kreisler. Darauf interpretierte Alena Soland überaus musikalisch Mozarts C-Dur Andante für Flöte und ihre Schwester Jana überraschte ausser Programm mit einem Werk von Albeniz für Klavier. Ein Querflötenensemble rundete den zweiten Block mit Traditionals aus Israel ab.

Im dritten Teil umrahmten Saxophonquartett und Bläserensemble sowohl die von Liva Schaffner virtuos und temperamentvoll vorgetragene Chopin-Polonaise wie auch das mit Innigkeit und Perfektion von Marius Kaiser interpretierte Schubert-Impromptu.

Zwischen den musikalisch bunt gemischten Blöcken servierte eine Klasse Kuchen und Getränke vor dem Musiksaal.

Die Vielfalt der vorgetragenen Werke und die Frische der jungen Musizierenden beeindruckten und berührten das Publikum, das dies mit grossem Applaus zeigte.

 Katrin Hürzeler

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