Olten

Kulturapéro im Stadttheater Olten

megaphoneLeserbeitrag aus OltenOlten
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Zum zweiten Mal lud die Kulturförderungskommission der Stadt Olten zum Apéro ins Stadttheater. Ziele der Veranstaltung: die Vernetzung der rund 60 lokalen Kulturveranstalter und ein Dankeschön der Behörden für deren grosses, vielfach ehrenamtliches Engagement.

Es war Kommissionspräsident Christof Schelbert vorbehalten, die Vertreterinnen und Vertre-ter der Kulturveranstalter auf dem Platz Olten im Stadttheater zu begrüssen. Er unterstrich, dass auch die zweite Auflage des Oltner Kulturapéros nach wie vor die gleiche Zielsetzung verfolge, nämlich sich untereinander kennen zu lernen und auszutauschen, Problemstellun-gen zu diskutieren und erste Kontakte für gemeinsame Projekte oder Ideen zu besprechen. Der Apéro sei zudem eine Form des Dankes der Stadt Olten für die grosse Arbeit der Kultur-veranstalter, die ein beeindruckendes kulturelles Angebot in Olten ermöglichten. Ein Dank, in den auch Stadtpräsident Ernst Zingg kräftig einstimmte.

Täglich zwei Kulturveranstaltungen

Zwei an der Zahl seien die Kulturveranstaltungen pro Tag, wenn man die Schulferien ab-rechne und jede Veranstaltung, auch Ausstellungen über mehrere Monate hinweg, nur ein-mal zähle, präzisierte Stadtschreiber Markus Dietler anhand der Statistik in den Oltner Neu-jahrsblätter dieses beachtliche Angebot, das auch im Bericht „Kultur in Olten" vom November 2004 seinen Niederschlag gefunden habe. Zu diesem Angebot trage auch die Einwohner-gemeinde selber ihren Teil bei in Form von unter anderem drei ausgezeichneten Museen, die in den nächsten Jahren um- und ausgebaut werden sollten, zwei Bibliotheken, des Stadtarchivs, der Musikschule mit ihren Konzerten oder des Stadttheaters mit seinem erfolg-reichen Schauspiel- und Konzertprogramm.

Die eigenen Institutionen seien aber nur ein kleiner Teil des kulturellen Angebots der Stadt Olten, betonte Dietler, das sich auch auf die - vorwiegend ehrenamtliche - Tätigkeit privater Veranstalter stütze. Die Stadt unterstütze diese Tätigkeit nach ihren Möglichkeiten im Auftrag der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, einerseits via Beiträge der Kulturförderungskom-mission, via Auszeichnungen, aber auch durch feste Beiträge mit Leistungsvereinbarungen und durch individuelle Unterstützungsbeiträge von Seiten des Stadtrates und des Stadtpräsi-diums. Sie liefere Support bei der Vermarktung in Form des Veranstaltungskalenders im In-ternet und des im vergangenen Jahr initiierten neuen Veranstaltungsplakats. Im letzten Jahr sei zudem unter Mithilfe der Stadt Olten die Publikation „Kulturorte im AareLand" erschienen und aktuell sei eine Zusammenfassung der Standortmarketing-Aktivitäten wie Tourismus, Wirtschaftsförderung, Stadttheater und Sitzungstourismus, Vorverkäufe an prominenter Lage geplant.

Aktivere Vermarktung als Ziel

Der bereits zum zweitenmal stattfindende Kulturapéro beweise, so Dietler, dass man zwi-schen den staatlichen und den nichtstaatlichen Institutionen wie in einer guten Ehe miteinan-der spreche. Es gebe viele Initiativen auf dem Platz Olten, aus diesen Gesprächen eine ver-besserte Zusammenarbeit zu machen, Veranstaltungen besser zu koordinieren, nicht nur im Kulturbereich, aber dort ganz besonders. Was noch fehle, sei eine aktivere Vermarktung des gesamten Angebots in Olten und eine Akquisition im eigentlichen Sinn. Das heisst, dass man sich überlegen würde - gerade auch in Verbindung mit den geplanten Entwicklungen im öf-fentlichen Raum mit Begegnungszone und verkehrsfreien Plätzen - was man in Olten noch „brauchen" könne. In diesem Sinne biete die Stadt den Veranstaltern verschiedenster Berei-che an, mit ihnen an einem Strick ziehen.
Dass es die Unterstützung der öffentlichen Hand wirklich brauche, unterstrich Kommissions-präsident Christof Schelbert in seinem Votum: Es sei ein weit verbreiteter Irrtum, dass sich das Gute, das Qualitätsvolle in Kunst und Kultur so oder so durchsetze und ohne Unterstüt-zung auskomme. Dass also eine staatliche Kulturförderung unnötig und reine Geldver-schwendung sei und dass man auch im Kulturbereich rein den Markt spielen lassen solle. Solche Aussagen verdrängten schlicht, welche Bedeutung das kulturelle Leben, das kulturel-le Schaffen und damit auch das kulturelle Angebot für eine Gesellschaft habe. Für eine Ge-sellschaft, zu der auch die Wirtschaft gehöre: Für einen Ort wie Olten und seine Region sei-en nämlich Kunst und Kultur ein Standortvorteil und steigerten die Attraktivität als Wohnstadt wie auch als Wirtschaftsstandort. Denn auch Kunst und Kultur seien wirtschaftliche Leistun-gen und generierten Einkommen und Arbeitsplätze in verschiedensten Bereichen und Bran-chen. „In einer kulturellen Wüste", so Schelbert, „lässt es sich etwa eben so schlecht überle-ben wie in einer natürlichen oder durch Krieg geschaffenen."

sko

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