Olten

Kirchenchor St. Martin Olten bei Mozart und Co.

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In der letzten Ferienwoche reiste eine Gruppe Sängerinnen und Sänger mit Angehörigen nach Salzburg und Innsbruck. Dank des ortskundigen Chauffeurs erreichten wir planmässig das erste Ziel, das *** Star Inn Hotel Gablerbräu im Zentrum der Altstadt. Noch am Abend konnten wir die nähere Umgebung der Mozartstadt erkunden. Am Sonntagmorgen konzelebrierte Präses Mario Hübscher in der Festmesse im geschichtsträchtigen Dom. Der Domchor sang dazu die uns bekannte Nicolai-Messe von Haydn. Auf die Mittagspause folgte die „etwas andere“  Domführung mit Domkapitular Dr. M. Appesbacher. Die Stadtführung sorgte für eine Überraschung: Plötzlich tauchte vor uns ein Grüppchen Geistlicher auf, u.a. mit Kardinal Marx (München) und Bischof Felix Gmür. Spontan stimmte Chorleiter Silvan Müller ein Lied an und erfreute damit die Würdenträger. Am Abend genoss die Reisegruppe im Marmorsaal des Schlosses Mirabell das Konzert der Virtuosen Dimitris Karakantas, Violine, und Eric Chumachenco, Klavier.

Am Montagmorgen besuchten wir die Festung Hohensalzburg. Unter kundiger Führung erlebten wir ein Stück der wechselvollen Geschichte dieser weltberühmten Sehenswürdigkeit. Dabei bot sich eine einmalige Sicht auf die Stadt Salzburg. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Angesichts der hohen Temperaturen waren Eis und Bier mehr gefragt als die berühmten Mozartkugeln.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Schlosses Hellbrunn, ein manieristisch- frühbarockes Ensemble. Erzbischof Markus Sittikus liess es 1613-1616 nach römischem Vorbild mit Park und Wasserspielen anlegen. Diese erfreuten mit den unverhofft ausströmenden Wasserfontänen die vielen Besucher! Nach einer Mittagspause im Schlosspark ging es weiter zur UNESCO Weltkulturstätte Hallstatt mit dem ältesten Salzbergwerk der Welt. Die Kelten lebten an diesem Ort zwischen 800 und 450 v. Chr. Die schmalen Wege waren überfüllt von Menschen, so dass sich ein Aufstieg zur gotischen Pfarrkirche lohnte. Das Auge der Besucher richtete sich rasch auf die beiden Flügelaltäre aus dem 15. und 16. Jh. Von der Kirche aus überblickte man den Ort mit dem Hallstättersee. Anschliessend fuhren wir mit kompetenter einheimischer Führung weiter zum Kurort Bad Ischl im Herzen des Salzkammerguts, wo Kaiser Franz Joseph I. 60 Jahre lang die Sommerferien verbracht hatte. Der Führer lenkte unsere Schritte zur Konditorei/Kaffee Zauner, welche seit 1832 besteht. Für viele ein Muss, sich dort mit Süssem verwöhnen zu lassen. Ein plötzlich auftretendes Gewitter trieb unsere Gruppe schnell zum Car zurück.

Vor der Ankunft in Innsbruck machten wir einen lohnenden Abstecher zum „Schmunzelfriedhof“ in Kramsach, dem Friedhof ohne Tote, mit ca. 50 Jahre alten, schmiedeisernen Kreuzen, auf denen originelle, authentische Grabsprüche angebracht sind.  Daran schloss sich der Besuch der imposanten Swarovski Kristallwelten in Wattens an: eine Welt für sich! Die Welt der kristallinen Kunst, die der Universalkünstler André Heller 1995 zum 100-jährigen Firmenjubiläum von Swarovski begründet hatte. Gegen 15 Uhr erreichten wir Innsbruck und bezogen das ****Hotel Grauer Bär im Zentrum. Leider erfüllte dieses nicht alle Erwartungen dieser Kategorie.

Am Donnerstagmorgen erlebten wir eine eindrückliche Führung im Bus und zu Fuss durch diese Stadt der Winter-Olympiaden, deren eigentliche Gründung 1180 erfolgte. 1420-1665 war sie Residenzstadt der Habsburger. Ein Besuch wert war auch die Wiltener Basilika minor, eine der schönsten Rokokokirchen Nordtirols. Da strahlte unser Chorleiter beim Dirigieren des „Dona nobis pacem“.

Vom Bergisel, mit der Statue des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, schweift der Blick über die Stadt. Natürlich musste auch das Goldene Dachl mit den fast 3000 vergoldeten Kupferschindeln mehrfach als Fotoobjekt herhalten! Einen besonderen Genuss erlebten wir am Nachmittag mit der Fahrt in der Nordkettenbahn auf den Hafelekar und den Aufstieg zur Hafelekarspitze (2334 m ü. M.). Dort oben öffnete sich ein einmaliger Blick über das Karwendelgebirge. Diesen Reisetag krönte eine Messe mit dem Präses in der Krypta der nahen Jesuitenkirche.

Am Freitag, dem letzten Reisetag, besuchten wir noch das Renaissanceschloss Ambras  von Erzherzog Ferdinand II. (1563-1595) mit der Grisaille-Technik an den Fassaden. Beeindruckend waren auch die wertvolle Kunstsammlung, die Kapelle und der alte Baumbestand im Park. Mit vielen neuen Eindrücken und mit viel Lob und Dank an die Gesamtleitung endete diese harmonisch verlaufene Reise. mgt 

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